KI, Thermomix und Lesestoff: Der Küchenzuruf – Oder warum niemand liest, was du schreibst

Ein Mann steht allein in einer aufgeräumten Küche vor dem Herd und blickt überrascht in die Kamera, über seinem Kopf eine Sprechblase mit der Frage „Wer bringt den Müll raus?“ – ein typischer küchenzuruf, der den stillen Alltagskonflikt humorvoll auf den Punkt bringt.

Die meisten Texte scheitern nicht an schlechter Sprache, sondern daran, dass niemand versteht, was der Autor eigentlich sagen will. Das gilt besonders für KI-generierte Inhalte und LinkedIn-Posts. Der Küchenzuruf – die Kernaussage, die so klar ist, dass man sie jemandem in der Küche zurufen könnte – ist das entscheidende Qualitätskriterium.

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Burnout im KI-Zeitalter – Wenn Technologie kreative Chancen raubt statt sie zu befördern

Eine surrealistische Malerei im Stil der Neuen Sachlichkeit. Eine Frau sitzt in einem kargen, grau-weißen Büro an einem Schreibtisch und blickt mit geschlossenen Augen und leicht erhobenem Kinn erschöpft oder meditativ nach oben. Auf ihrem Computermonitor ist das Bild eines Mannes in fast identischer Pose zu sehen, der ebenfalls mit zurückgelehntem Kopf vor seinem Computer sitzt, was eine endlose visuelle Schleife (Droste-Effekt) suggeriert. Das gesamte Bild ist von einem markanten, schwarzen, eckigen Rahmen aus Linien eingefasst, die an Schaltkreise oder abstrakte Begrenzungen erinnern. Die Farbpalette ist gedämpft und kühl, dominiert von Grau- und Blautönen mit kleinen roten Akzenten im Hintergrund.

Die Maschine verspricht Kreativität, aber sie kann sie nicht liefern. Sie verstärkt nur, was bereits da ist. Wer nie gelernt hat, mit Unsicherheit, Scheitern und Haltung umzugehen, wird durch KI nicht zum Künstler – sondern brennt aus, weil die Technologie mehr verspricht, als der Nutzer einbringen kann.

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Problematic Advertising: Die eierlegende Wollmilchsau der Mediaplanung

Stillleben auf einem Holztisch: Eine klare Ouzo-Flasche mit blau-weißem Etikett steht links. Daneben drei Gläser – eines mit klarem Ouzo, eines mit milchig getrübtem Ouzo nach Wasserzugabe und eines vollständig weiß. Vor den Gläsern liegen ein kleines Notizbuch mit Stift und eine blaue Polizeimütze. Rechts steht ein Glas in einem blauen Drahtkorb. Der dunkle Hintergrund zeigt abstrakte geometrische Formen.

In der DSP liegt die Zielgruppe klar vor einem in der Excel-Liste. Im Reporting erscheint sie wie Ouzo nach Wasser: milchig trüb – von ‚Ich bin die Lösung‘ zu ‚Jetzt hast du ein Problem‘. Die Infrastruktur des Wohlfühlens verwandelt Mediamoney in Servicefees, während Brand Safety als Puffer zwischen ‚schlecht geplant‘ und ‚trotzdem ausgeliefert‘ dient.

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KI, Thermomix und Lesestoff: Deepfakes, Demografie und Dampfgaren – Warum wir das Alter nicht wegfiltern können

Ältere Hände rühren in einer Schüssel mit Teig in einer modernen Küche, während im Hintergrund ein Thermomix mit digitalem Display steht. Auf dem Küchentisch liegt das Buch ‚ASADO BBQ mit der PoloFamily – pure & authentic‘, daneben ein Smartphone mit einem KI-Avatar. Das Bild symbolisiert den Kontrast zwischen analoger Tradition (Asado, Handarbeit) und digitaler Moderne (KI, Küchentechnologie).

Während Influencer mit KI-Avataren ihre digitale Unsterblichkeit inszenieren, ignorieren sie die kaufkräftigste Zielgruppe: die Generation 50+. Die ‚Silver Economy‘ wächst rasant – doch das Marketing bleibt im Jugendwahn gefangen. Der Thermomix zeigt, wie Technologie Generationen verbindet: als Werkzeug für echten Mehrwert, nicht für digitale Illusionen.

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Influencer in der Filterblase: Warum niemand über das Altwerden spricht – und warum KI-Avatare das Game ändern

**Alt-Text:** Illustration im Bauhaus-Comicstil: Ein älterer Mann steht frontal und symmetrisch vor einem modernen, geometrischen Gebäude mit Säulen. Er trägt helle Sommerkleidung, Kappe und Sonnenbrille, hält ein Smartphone in der linken Hand und stützt sich mit der rechten auf einen goldfarbenen Rollator. Klare Konturen, flächige Formen und helle Blau- und Goldtöne prägen die sachliche, stilisierte Szene.

Influencer sind jung und fit – doch die Gesellschaft wird älter und kränker. Während die einen mit Filtern und Gadgets die Realität aussperren, steht die Frage im Raum: Was passiert, wenn Influencer selbst altern? Werden sie zu Beratern, verschwinden sie – oder leben sie ewig als KI-Avatare weiter? Die KI-Revolution stellt nicht nur die Zukunft der Influencer infrage, sondern auch die Glaubwürdigkeit einer ganzen Branche

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Der lange Atem gewinnt: Warum Innovation Geduld braucht – von der Dampfmaschine bis zur KI

Fotorealistisches Gemälde einer weißen Kücheninsel, die als hybrider Arbeitsplatz dient. Ein Thermomix und ein Laptop, der ein AI-Diagramm anzeigt, stehen nebeneinander. Im Hintergrund geht eine moderne Küchenzeile nahtlos in ein helles Großraumbüro mit industrieller Architektur über.

Technologische Umbrüche brauchen Zeit, bis sie ihre volle Wirkung entfalten. Ob Dampfmaschine, Thermomix oder KI – der entscheidende Faktor ist nicht die Technik selbst, sondern die Anpassung der Prozesse, die Qualifizierung der Menschen und die Veränderung der Organisationen. Geduld und Akzeptanz sind der Schlüssel zum Erfolg.

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KI-Literatur: Warum wir keine Bücherverbrennung, sondern eine Debatte brauchen

Eine kritische Illustration zum Thema KI-Literatur: Eine Person sitzt vor einem Computer, während eine wütende Menge auf dem Bildschirm mit Büchern in den Händen „LIES! – FAKE!!!“ ruft. Im Vordergrund liegt ein Buch mit dem Aufdruck „AI“, das die Debatte um KI-generierte Texte symbolisiert.

Die Rhetorik ist eindeutig: Man wolle diese Autoren ‚vorführen‘. Öffentlich. In den sozialen Medien. Damit alle sehen, wer sich erdreistet hat, mit maschineller Unterstützung zu arbeiten. Der Vorwurf schwingt mit: Du bist kein richtiger Autor. Du bist ein Betrüger. Ein Scharlatan. Aber rechtfertigt das eine Jagd auf Personen, die versuchen, mit KI Bücher zu schreiben?

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Der Testosteron-Hype und warum dein Bauchfett vielleicht nur einen Salat braucht

Illustration einer Waage im Gleichgewicht: Auf der linken Seite liegen Medikamente und Pillenverpackungen, auf der rechten Seite frisches Gemüse und Obst wie Paprika, Brokkoli, Kartoffeln und Kürbis – als visuelle Metapher für bewusste Ernährung, natürliche Balance und Basenfasten.

Die moderne Männergesundheits-Industrie verkauft uns oft einfache Lösungen für komplexe Probleme. Statt auf Hormontherapien oder Supplemente zu setzen, könnte ein natürlicher Reset durch Basenfasten und einen gesunden Lebensstil die bessere Wahl sein. Es geht darum, Entzündungen zu reduzieren, den Stoffwechsel zu entlasten und dem Körper die Chance zu geben, sich selbst zu regenerieren.

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Das Traumschiff – Neujahrs-Desaster auf hoher See und im Safaripark

Digitale Illustration im Stil der Neuen Sachlichkeit und des Bauhaus: Ein modernes Kreuzfahrtschiff mit rot-weißen Schornsteinen und blau-weißem Rumpf fährt durch türkisfarbenes Wasser. Am Bug prangt das rote ZDF-Logo. Auf dem Deck stehen zwei stilisierte Figuren mit dem Rücken zum Betrachter: links eine Person in blauem Overall, rechts ein Kapitän in weißer Uniform mit Schirmmütze, beide in geometrisch reduzierten Formen dargestellt. Die Hintergrundlandschaft ist zweigeteilt: Links erheben sich schneebedeckte alpine Berggipfel in Weiß- und Grautönen mit scharfen, dreieckigen Konturen. Rechts erstreckt sich eine goldgelb-orangene afrikanische Savanne mit Sanddünen, einer charakteristischen Schirmakazie und Silhouetten von Elefanten und Giraffen. Drei weiße Möwen in V-Form schweben am hellblauen Himmel. Die Komposition ist streng horizontal gegliedert, die Farbpalette auf Primärfarben und Erdtöne reduziert. Am unteren Bildrand steht in schwarzer Schrift: "Neujahr 2025 – Richtung Südafrika". Die sachliche, fast technische Darstellung betont die geografische Absurdität der Szenerie ironisch.

Das Traumschiff bot am Neujahrsabend eine Folge, die auf dünnem Eis glitt – im wahrsten Sinne des Wortes. Während Kapitän Flori mit Valentina Pahde plauderte, zogen schneebedeckte Berge am Vergnügungsdampfer vorbei. Besonders problematisch: Die slapstickhafte Darstellung von Menschen mit suizidalen Absichten und weitere Lowlevel-Highlights wie inzestuöse Anspielungen und ein defektes Flugzeug aus dem Ersten Weltkrieg.

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Das KE-Siegel: Scheinautorität im Zeitalter der Künstlichen Experten

Comichaftes Qualitätssiegel im Pop-Art-Stil. Glänzendes silbernes Siegel mit gezacktem Rand, Aufschrift "KE - Künstlicher Experte". Reißerischer Hintergrund mit Neon-Gelb und Electric-Pink Starburst-Effekt. Satirische Zertifizierung "100% promptgesteuert".

Wir haben ein neues Phänomen, und es breitet sich schneller aus als jeder Algorithmus es vorhersagen könnte: die Künstlichen Experten. Kurz: KE. Das Prinzip ist bestechend einfach. Man nimmt eine ungefähre Vorstellung davon, wofür man gerne Experte sein möchte, füttert ChatGPT oder Claude mit dieser Wunschexpertise, lässt sich einen Post generieren, der nach tiefem Wissen klingt, und postet ihn mit der Selbstsicherheit eines Investmentbankers.

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