Etwas über Träume lernen
Geschrieben von Mainbube am 2. November 2009 | Abgelegt unter Dies und Das
Für eine Leserin des alten Blog möchte ich den Text über den Traum in den Hügeln von Pagondas auch hier noch einmal besonders hervorheben. Aus diesem Grund ist es kein einfacher Eintrag, sondern eine eigenständige Themenseite.
Wir alle haben Träume und wünschen uns, das diese in Erfüllung gehen. Wir hoffen etwas bestimmtes zu erreichen, wollen etwas fertig bauen, einen Menschen wiedersehen den wir lange nicht gesehen haben oder wollen an einen bestimmten Ort.
Viele Träume sind heute einfach zu erfüllen, wir nehmen Geld von unserem Konto (wenn die Lehmann Brüder etwas über gelassen haben) und gehen in einen Laden und erfüllen uns diesen Wunsch.
Diese Wünsche, sind aber nicht mit den oben beschrieben Träumen zu vergleichen. Ein Hemd von Gant, ein Parfüm von Douglas, eine Urlaubsreise nach Florenz. Alles dies sind “einfach” erfüllbare Dinge.
Gestern Abend habe ich etwas über die echten Träume gelernt. Ein altes Haus auf einem Hügel oberhalb von Pagondas, umgeben von alten Olivenbäumen und behütet von einer kleinen Kirche. Dieser Ort ist der Traum von ganz lieben Menschen auf Samos. In jedem Urlaub auf Samos können wir sehen wie dieser Traum gestaltet annimmt. „Langsam, Langsam“; Mit viel Geduld und viel eigener Kraft entsteht ein Traumhaus. Ein Haus, keine Villa, einfach ein Haus in dem viele Vorstellungen und Wünsche eingeflossen sind, über die Jahre angepasst und nun ganz langsam vollendet.
Ein traumhafter Ausblick auf die Insel, die eigenen Bäume und die Ruhe der Berge sind Dinge die diesen Ort zu einem fast schon mythischen Platz machen.
Die Kraft der eigenen Träume hat diesen Platz entstehen lassen, selbst gebaute Möbel, ein eigens gemauerter Weinkeller, eine Schaukel mitten im Raum und die Gewissheit etwas ganz für sich geschaffen zu haben.
Wünsche & Träume brauchen manchmal viel Zeit, aber wer die Geduld aufbringt warten zu können und an seinen Träume arbeitet wird am Ende belohnt. Gestern Abend durften wir einen kleinen Einblick in das Glück vom eigenen Traum nehmen und ich bin neidisch, aber habe auch ganz viel Kraft daraus mitgenommen. Denn dieser Traum ist der Beweis, dass Träume keine Schäume sind.
Geschrieben am 23. August 2009 auf Samos, kurz nach dem Frühstück auf der Terrasse der Pension Ermioni.