Archiv für die Kategorie 'Fitzelchen'

Das Leben ist ungerecht

Geschrieben von am 12. Januar 2012 | Abgelegt unter Fitzelchen

Jan-Christian Schönebach schaute aus dem Fenster, so wie er es jeden Tag tat. Er schaute immer aus dem Fenster, er hatte immer einen Fensterplatz und daher konnte er immer aus dem Fenster sehen. Er stand jeden Arbeitstag und auch Samstags wenn er seine Einkäufe in der Stadt erledigte 10 Minuten vor der Abfahrt der S-Bahn [...]

Die Dorfgemeinschaft

Geschrieben von am 29. August 2011 | Abgelegt unter Fitzelchen

„Hast Du es schon gehört?“ „Na klar“ „Schlimm“ „Hätte ich nicht gedacht“ „Ist immer so nett gewesen“ „Die arme Frau“ „Ich wusste es schon immer“ „Der gehört angezeigt“ „Wobei!“ „Gutes kann ich nicht sagen“ „Ist der nicht aus der Kirche ausgetreten?“ „Und der soll auch öfter in die Spielbank nach Mainz gehen“ „Suffkopp“ „Was willst [...]

Fitzelchen: Bitte nicht stören

Geschrieben von am 19. August 2011 | Abgelegt unter Fitzelchen

Die Straße hatte sich gegen Abend sehr gut gefüllt, denn im kleinen Weinlokal von Pascal feierte eine französische Sippe die Taufe eines ihrer Mitglieder. Da der Tauftag auf den französischen Nationalfeiertag fiel, musste sich Pascal an diesem Abend keine Sorgen um den Umsatz, aber um seine Vorräte machen. Die acht Tische vor dem Lokal hatten [...]

Fitzelchen: Der Brief des alten Freundes

Geschrieben von am 27. März 2011 | Abgelegt unter Fitzelchen

Als er den Füllfederhalter an die Seite gelegt, den Brief gelesen und noch einen Schluck Wein genommen hatte, da wurde ihm bewusst, dass nun auch der letzte Schritt gemacht werden musste. Die Zahlenkombination tippte er blitzschnell ein, dann hörte er das kurze surren des Tresors. Die Tür ließ sich leicht öffnen, wie immer! Er blickte [...]

L’orage de vérité

Geschrieben von am 13. Februar 2011 | Abgelegt unter Fitzelchen

Erneut rollte das Gewitter zurück ins Tal, die Hitze der letzten Tage hatte die Luft nahezu unerträglich gemacht und nun gab es endlich Abkühlung. Regen prasselte auf den ausgetrockneten Boden und weichte ihn unaufhörlich auf, der Staub auf den Fenstern vermischte sich mit den Tropfen und ran in feinen Schlieren herab. Es würde dennoch nicht [...]

Ruby, lost on rails!

Geschrieben von am 29. Dezember 2010 | Abgelegt unter Fitzelchen

Epilog Ruby hatte die Buchung mit einem gewissen Widerwillen angenommen, denn der Kunde hatte den Ruf in der Agentur seine Verabredungen sehr häufig zu verlängern. Etwas was ihr heute überhaupt nicht in den Kram passen würde. Sandra hatte sie aber sehr eindringlich gebeten den Termin wahrzunehmen, denn Hendrik (so nannte sich der Kunde) hatte Sandra [...]

Diamonds are a girls best friend….

Geschrieben von am 11. Dezember 2010 | Abgelegt unter Fitzelchen

„Der Schnee hat die Tote verdeckt, die Leute dachten es sei ein Schneehaufen und haben sich keine Gedanken gemacht.“ Hauptkommissarin Esther Mühlblatt berichtete ihrem Chef in kurzen Worten warum der vor ihnen liegende Leichnam offenbar fast zwei Wochen unentdeckt Mitten im Kaiserpark hatte liegen können. Benno Schloheisen schüttelte den Kopf, vierzehn Tage, so die Schätzung [...]

Die schöne Helena

Geschrieben von am 16. Oktober 2010 | Abgelegt unter Fitzelchen

Hector betrat das Opernhaus und schüttelte sich den Regen aus dem Mantel. Er hatte einen kleinen Spurt hingelegt um halbwegs trocken von der Metrostation zur Oper zu gelangen. Normalerweise würde er vor einem Opernbesuch immer noch ein Glas Champagner im Café de la Paix zu sich nehmen, aber heute Abend musste er davon abweichen. Erst [...]

Commissario Vanità und der heilige Gral

Geschrieben von am 2. Oktober 2010 | Abgelegt unter Fitzelchen

Commissario Vanità fuhr den steilen Weg zur Villa hinauf. Er musste unbedingt mit der Contessa sprechen, denn in den letzten Tagen hatten sich im Tal merkwürdige Dinge ereignet. Die Bewohner des Tals hatten ihn davon überzeugt, dass nur die Contessa oben auf dem Hügel in der alten Villa wusste was und, vor allem, was genau [...]

Latte Macchiato

Geschrieben von am 29. September 2010 | Abgelegt unter Fitzelchen

Die Aufzugtür öffnete sich und er stieg aus, sah sich noch einmal um und eilte dann, den Aktenkoffer fest umklammert, aus dem Gebäude an der Fifth Avenue. Draußen empfing ihn ein kalter Windstoß. Die letzten 36 Stunden hatte er in diesem Gebäude verbracht, darüber hatte er vergessen, dass es bei seiner Ankunft geschneit hatte und [...]

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