Persönliches

Warum ich meiersworld nun doch nicht sterben lasse

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich genügend Zeit gefunden habe mich meinem Blog vernünftig zu widmen, dabei ist so ein Blog dermaßen state of the art, dass ich mit diesem uralten Blog sowas von schon urlange state of the art bin, dass ich fast noch den Urknall der deutschen Blogosphäre hören kann, wenn ich mir meine ersten Blogbeiträge durchlese.

Nun ist es aber so wie bei vielen liebgewonnen und etwas älteren Dingen, dass sie da sind, aber manchmal einfach vor sich hinstauben, so wie Omas Sammeltassen im Wohnzimmerschrank.

meiersworld kam mir eine ganze Weile wie diese Sammeltassen vor, geliebt aber keine Zeit um sie abzustauben.

An manchen Tagen wollte ich dieses Blog killen, es gegen ein neues Blog ersetzen. Nur dazu fehlte mir der Mut, denn irgendwie fühlte es sich auch nicht richtig an. Meinen Blog nicht mehr abzustauben ist ok, aber ihn einzustellen wäre dem wegwerfen der Sammeltassen gleichgekommen.

Nope. Dieses Blog wird weiterleben und zu verdanken habe ich das einem Zusammentreffen mit ganz vielen Bloggern am Wochenende, zwar alles Blogger die teilweise meine Kids sein könnten, also ein paar und die auch alle viel cooler sind als ich, weil sie viel sortierter ans Werk gehen, als ich es mit diesem Blog je getan habe. Dies liegt aber daran, weil diese Bloggerinnen und Blogger mit ihren Blogs richtig Geld verdienen, daher auch mordsmäßig viel professioneller an das Thema rangehen. Coole Leute eben!

Mein Blog ist nie monothematisch gewesen, immer eine Ansammlung von Interessensfeldern und Dingen die mich gerade interessiert haben. Teilweise fühlte sich es nicht gut an, wenn ich mich durch die Welt der neuen und modernen Blogs clickte, weil die alle so schön aufgeräumt gewesen sind. Geile Bilder und der ganze Sliderkram, alles so viel schöner als bei meiner alten Blogsammeltasse.

Der Satz der mich, sozusagen zur Besinnung, gebracht hat kam von einer jungen Dame die meinte, dass ein so alter Blog ja wahnsinnig spannend ist, weil er schon so viel zu erzählen hat. Damit hat sie so recht, denn dieses Blog hat mich in über zehn Jahren begleitet und hat mit mir meine erste Ehe überstanden, meinen dritten Umzug in Frankfurt und viele Urlaube und eine ganze Menge gute Weine. Warum sollte ich so einen Ort einfach aufgeben? Es gibt keinen Grund, ich bin schon älter, zumindest für die Generation der Blogger 4.0, da kann mein Blog auch etwas älter und anders sein. Kein monolithischer Blog, sondern eine bunte Ansammlung von den Dingen die mein Leben ausmachen.

Früher habe ich eben im Playboy geblättert und darüber geschrieben und heute eben auch noch, auch wenn das old-school ist, aber es ist eben so wie ich bin.

meiersworld wird meiersworld bleiben, aber eine kleine Änderung gibt es dann doch. Vor ein paar Jahren wollte ich als herr meier hier schreiben und habe es auch gemacht, weil ich meinen alten Bloggernamen Mainbube nicht mehr richtig fand, ich wollte mich anpassen und meine Älterwerdung, ob ich reifer geworden bin weiß ich nicht, damit zum Ausdruck bringen. Für eine Weile fand ich es auch ganz gut, aber mit herrn meier wurden die Sammeltassen auch immer staubiger und aus diesem Grund wird zwar nun nicht wieder der Mainbube zurückkehren, aber ab heute heiße ich euch als Digitalpaddy hier willkommen und freue mich, wenn ihr fröhlich und entspannt mitlest.

Am Freitag erfahrt ihr übrigens wie es ist, wenn sich 12 Bloggerinnen und Blogger ein WC teilen und warum ich den Ladystrahl nicht eingesetzt habe.

Bild: Sammeltassen von Shutterstock

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