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Urlaub an der Costa de la Luz in Andalusien

Es ist wirklich schon eine halbe Ewigkeit her, das ich einen Urlaub in Andalusien verbracht habe, und ich habe heute auch nur daran denken müssen, weil ich auf den Dachboden gestiegen bin und ein Foto aus meinen Bornheimer Tagen gesucht habe. Damals habe ich in der Usinger Strasse gewohnt und schaute auf den Prüfling. Heute gibt es dort anstatt eines alten Kramladens ein beosnderes Frankfurter Lokal – Das Wolfgangs -, besonders weil es schon in einer Koch-/Restaurant-/Szene-TV-Sendung sehr lobend erwähnt wurde. Nun, wie gesagt, alles schon eine Weile her.

Der Urlaub in Andalusien auch, er fand nämlich während meiner lebhaften Bornheimer Days statt. Irgendwann in den mittleren Tagen der neunziger Jahre ist eine Flugreise nach Spanien noch fast etwas spannendes gewesen. Einige Jahre zuvor hatte ich mich noch mit dem Bus oder Bahn auf den Weg auf die iberische Halbinsel gemacht, allerdings ging es damals auch nur an die sehr touristische Costa Brava.

ronda Andalusien ist für die meisten die Costa del Sol (Sonnenküste), aber der Teil zwischen Gibraltar und der portugiesichen Grenze bei Huelva ist die Costa de la Luz (Küste des Lichts) und ist somit der Teil Andalusiens der an der Atlantikküste liegt. Mir stellt sich heute noch die Frage was uns an diese wilde und windige Küste getrieben hat. Sonne und Licht gab es eine ganze Menge und aber auch jede Menge Wind direkt vom Atlantik. Am Strand mussten alle Handtücher doppelt gesichert werden, am Pool die Sonnenschirme besser eingeklappt werden, sonst wären sie weggeflogen.

Stürmische Zeiten! Im doppelten Sinn sogar, denn während unseres Urlaubs spielte Deutschland im Mutterland des Fussballs um den Titel des europäischen Champions. Es sollten die Spiele des Oliver Bierhoff und des einzigen Golden Goal der UEFA-Geschichte bei Europameisterschaften werden.

Wind, Fussball, jede Menge ältere Männer in karierten Hosen (Golfplatznähe), Jerez mit seinem Sherry, Ronda mit seiner Schlucht und der ungalublichen Brücke und Sevilla mit seinen Gassen sind mir noch heute gut in Erinnerung. Fast so viele andalusische Sehenswürdigkeiten wie Sandkörner hatten wir damals gescherzt.

Am Ende des Urlaubs hatten wir Sand in allen Ecken, einen Europameistertitel im Gepäck und jede Menge Eindrücke von einer wahnsinnig spannenden Gegend. Warum schreibe ich das jetzt gerade auf? Wir überlegen gerade wo es mal demnächst hingehen könnte und da ist die Lichtküste eventuell keine schlechte Idee, vor allem weil wir darüber nachgedacht haben mit dem Zug zu fahren.

Das ist übrigens kein riesiges Problem, niemand muss ein ausgewiesener Ferrophiler sein um diese Strecke mit dem Zug absolvieren zu wollen. ICE, TGV und AVE machen es möglich mit Umsteigeaufenthalten in Paris und Madrid eine spannende Zeiit zu erleben. Abseites vom Stress des Fliegens ganz realitsnah durch das herbstliche Europa fahren und an der Costa de la Luz die letzten wärmenden Sonnenstrahlen in den Koffer packen, während ein Sherry und ein paar Oliven den Blick auf das stürmische Meer begleiten.

Neben der Anreise ist natürlich die Wahl des richtigen Hotels wichtig. Bei meinem ersten Aufenthalt sassen meine damalige Begleitung und ich zwischen älteren Herren und Damen in karierten 3/4-Hosen die sich den ganzen Tag auf dem Golfplatz rumgetrieben haben, wir zwei Youngster sorgten da eher für ein wenig Verwirrung.

Heute würde meine Wahl eher auf ein Hotel wie das Conil de la Frontera Hotel fallen. Eine schöne Anlage mit allem was einen Urlaub so richtig erholsam machen kann.

Was mir aber besonders gut an diesem Hotel gefallen würde, ihr könnt es euch fast denken, ist ein eigenes Lokal mit einem Spezialisierung auf Wein und regionale Küche, etwas was in vielen Hotels heute nicht ernst genug genommen wird. Das El Buche widmet sich dabei den Leckerein aus dem Meer und danach gibt es auch noch eine eigene Bar, aber die ist mir  gar nicht so wichtig, vielmehr das Thema freies WLAN, damit ich auch im Urlaub schön Designated Survivor  gucken kann.

 

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