Markt & Wirtschaft

Offenbar ist Oralsex gut fürs Geschäft

Vor einigen Jahren habe ich hier im Blog einmal eine kleine Story über ein Paar veröffentlicht, welches auf der Mole am Westhafen, also im öffentlichen Raum, Oralsex hatte.

Die Spitze des Empörungs-Eisbergs, diese Geschichte trug sich vor gut und gerne acht Jahren zu, ist eine Beschwerde einer Kollegin, zwei Jahre nach der Veröffentlichung des Blogartikels, gewesen. Sie würde sich durch einen Kollegen der solche Sachen in seinem Blog schreibt in irgendeiner Art & Weise, in welcher ist mir bis heute ein Rätsel, unwohl fühlen.

Damals habe ich den Beitrag, auch auf Wunsch einer guten Freundin die mir dazu geraten hatte, damit sich die Wogen glätten, entfernt. Heute ärgere ich mich darüber, denn eigentlich ging es damals nur darum mir einen reinzudrücken. Nun ja, aber dies ist eine andere Story. Heute geht es um Oralsex als Mittel zum Clickbaiting.

Führend in Sachen Clickbait mit obskuren Sexgeschichten ist schon immer Vice. Bei Vice gibt es regelmäßig die spannendsten Themen rund um Sex, dabei ist Oralsex hier quasi der normale Mainstreamshit, also eher schon nicht mehr so klickstark..

In den letzten Tagen gab es bei Vice etwas zu Asexuellen, Sapiosexuellen und die Frage ob es möglich ist, dass Menschen mit einem Fetisch für Behinderte diese sexuell ausnutzen.

Diese Artikel haben in einer bestimmten Art und Weise sogar noch einen informativen Charakter, denn von sapiosexuellen Menschen hatte ich bis dato noch nichts gehört. Da Vice.com mit schrägen Beiträgen wie diesen offenbar auch ein paar Euros verdient, denn Kunden wie Adidas, paco rabanne und noch einige andere fühlen sich hier wohl, habe sich ein paar schlaue Leute beim SPIEGEL gedacht

„Was die können, können wir auch“.

Mit bento wurde dann ein ebenso journalistisch hochfliegendes Projekt an den Start gebracht (Meedia berichtete über den ersten Schlagabtausch zwischen Vice und bento, und wer die Lufthoheit über den journalistischen Jugend-Trash besitzt.). Dort geht es in den letzten Tagen im sexuellen Berichtsumfeld um pansexuelle Paare, die Frage warum Frauen sich gerne im Bett unterwerfen und trotzdem Feministin sein können und wir bekommen die Frage beantwortet mit wie vielen Menschen wir Sex gehabt haben sollten, damit wir glücklich sind.

Oralsex, kam bisher nicht vor, aber da es hier nicht um Clickbaiting geht, sondern ich meine Leserinnen und Leser gerne mit allen in der Headline angesprochenen Themen in Kontakt bringen möchte, hier noch der Verweis auf die Story wie sich Oralsex mit dem eigenen Cousin anfühlt.

Ihr seht also, es geht in der Zwischenzeit mit zwischenmenschlichen Themen die früher der Praline und einigen Truckermagazinen vorbehalten gewesen sind, offenbar ganz gut die Reichweite zu steigern und Werbegelder mitzunehmen.

Cool finde ich vor allem, dass Werbepartner dies in der Zwischenzeit alles mitmachen, und kein Problem haben in solchen Umfeldern aktiv zu sein. Nur Google spielt wohl mal wieder nicht mit, denn ich sehe hier in diesem Beitrag immer wieder leere Werbeflächen 🙂

Bild: Shutterstock

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