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Mea culpa Laube Liebe Hoffnung

Liebes Team von Laube Liebe Hoffnung,

eigentlich ist dieser Beitrag schon fertig gewesen, mit der Headline mea maxima culpa zu Beginn, aber der von euch heute abgesetzte Kommentar hat mich dann doch ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und so wurde eben das maxima eingespart. Warum dies so ist, möchte ich euch gerne als Kommentierung eures Kommentars erklären:

Antwort des Laube Liebe Hoffnung Teams auf den Beitrag vom 12.08.2016 und meine Kommentierung:

Sehr geehrter Herr Meier,

vielen Dank für Ihren Artikel und Ihr Lob unserer „tollen Location“, der Qualität unserer Speisen, der schönen Speisekarte, unserer überraschenden Weinauswahl, des „tollen Personals“ und der „liebevoll gemachten“ Details unseres Gesamtkonzepts.

Wir verstehen gut, dass Sie sich rundum wohlgefühlt haben, sich aber noch wohler gefühlt hätten mit einer niedrigeren Rechnung. Sie gehen sogar soweit uns in Ihrer Headline „Halsabschneider“ zu betiteln. Bevor wir auf Ihre angeblichen Belege für diese Bewertung eingehen, lassen Sie uns zum Ausdruck bringen, dass unsere Gäste nun bereits seit fast drei Jahren unsere Haltung zu fairem Umgang mit unseren Ressourcen – Mensch, Tier, Pflanzen – und der sich daraus ergebenden Preisstruktur teilen und sie gerne bereit sind, für ein gutes Produkt einen angemessenen Preis zu zahlen.

Nun erlauben Sie uns aber kurz die Richtigstellung aller Fakten:

Richtigstellung 1 – Thema Wein:
Sie haben den Preis des Ortsweins Grauburgunder von Lisa Bunn gegoogelt. Herr Meier – wir schenken nicht den Ortswein aus, sondern den Grauburgunder Reserve Lisa Bunn, das ist der Lagenwein, also der hochwertigste Wein dieser Winzerin. Dieser kostet 15 Euro pro Flasche – nicht 8,50 Euro! Unser Preis pro Glas, von 8,90 € für 0,2 l, ist also mehr als angemessen. Frau Bunn hat uns auch mitgeteilt, dass Sie sogar bei Ihr auf dem Weingut angerufen haben, um mit Nachdruck den Preis zu erfahren. Schade, dass Sie trotz der wahren Information von Frau Bunn, das wir in der Laube den Lagenwein, also das hochwertige Produkt, ausschenken, Ihren Artikel nicht wahrheitsgemäß formuliert haben.

Kommentar zur Richtigstellung 1:

Rechnung_laube_Liebe_HoffnungBei unserem Besuch am 07.08.2016 wurde uns ein Grauburgunder von Frau Bunn von einer ihrer Kellnerinnen empfohlen. Auf der Rechnung finden wir ebenfalls einen Grauburgunder von Frau Bunn. Es ist, da wir keine Weinkarte bekommen haben, für uns nicht ersichtlich gewesen um welchen Grauburgunder es sich handelte. Beim Weingut von Frau Bunn habe ich am 12.08.2016 am Vormittag angerufen und habe höflich nachgefragt ob der Preis so stimmen können. Mir wurde mitgeteilt, dass die Preise auf der Homepage korrekt sind und Frau Bunn im Urlaub sei.

Weder habe ich etwas mit Nachdruck eingefordert noch mich unhöflich verhalten, warum sollte ich auch. Am 25.08.2016 hat Frau Bunn sich via Facebook Messenger bei mir gemeldet und mir mitgeteilt um welchen Wein es sich handelt. Wie sie ersehen können hatte ich diese Information also erst wenige Tage. Ebenso habe ich Frau Bunn mitgeteilt diese Information zu korrigieren. Bisher hatte ich dafür noch keine Zeit, was sicherlich bedauerlich ist.

lisa_bunn_llhIhre Unterstellung ich hätte mich mit Nachdruck um etwas bemüht was auf der Webseite ersichtlich ist, hat also keinen Bestand. Auch ihre Aussage ich hätte mich nicht wahrheitsgemäß verhalten ist nicht korrekt. Vielleicht sollten sie ihr Kassensystem ordentlich einstellen und die Weinbezeichnung korrekt ausdrucken und ihr Personal, welches ich wirklich als sehr gut empfunden habe, dann auch doch besser schulen, wenn es bei ihnen besondere Weine gibt, dann treten erst gar keine Missverständnisse auf.

Zur Kalkulation möchte ich mich jetzt nicht weiter äußern, da sie ihre Weine, sowohl den Ortswein, als auch den Lagenwein nicht zu den Konditionen für Endverbraucher beziehen. Der Preis von 8,90 € für den Lagenwein ist allerdings sicherlich nicht zu teuer!

 

Richtigstellung 2 – Thema Flammkuchen:
Unser Frankfurter Flammkuchen kostet nicht 18 Euro, sondern 15 Euro. Ihnen mag auch dieser Preis hoch erscheinen, aber wir fertigen keine Tiefkühlware, sondern der Gast bekommt einen mit frischen, nachhaltigen Zutaten zubereitetes Produkt, das er in dieser Kombination nirgends sonst findet. Dazu servieren wir zudem einen bunten Tomatensalat mit Musik, die Kräuter sind übrigens frisch aus unserem eigenen Kräuterbeet.

Kommentar zur Richtigstellung 2:

Hier habe ich mich tatsächlich vertan und finde aber auch trotz ihrer Argumente 15,00 € für einen Flammkuchen als sehr teuer. Ich esse in der Regel auch keine Tiefkühlware, bereite ab und an auch einen Flammkuchen zu und nutze dafür auch eigene Kräuter aus dem Beet. Hier habe ich sicherlich ein entsprechendes Preisgefühl. Ich finde es eben teuer, sie haben es begründet. Daran ist nichts falsches. Das mit dem Preis ist bedauerlich, aber ich bin mir auch nicht 100% sicher, ob ich nicht auf einer Extrakarte einen solchen Preis gesehen habe. Hier hatten sie allen Grund eine Richtigstellung zu schreiben, aber auch die einzige Richtigstellung der vier Punkte die sie kommentiert haben.

Richtigstellung 3 – Thema Bratwurst:

Wurst bei Laube, Liebe, Hoffnung

Wurst bei Laube, Liebe, Hoffnung

Auch hier gilt – unsere Bio-Bratwurst ist von erstklassiger Qualität. Für uns gehen Qualität und nachhaltiges Handeln zusammen. Das hat seinen Preis – gerade bei Fleisch und Wurst. Massentierhaltung lehnen wir ab, schönerweise teilen diese Haltung die meisten unserer Gäste. Würden wir marktübliches Fleisch verwenden, könnten wir Ihnen die Bratwurst günstiger anbieten und sicherlich mehr Gewinn daraus erwirtschaften. Das würde aber gegen unsere Ethik und unsere Überzeugungen verstoßen. Unsere Bio-Bratwurst mit Lauben-Pommes und frischem Gartensalat mit hausgemachtem Dressing für 12,50 Euro sind ein absolut fairer Preis für die Qualität.

Kommentar zu Richtigstellung 3:

Es gibt keine falsche Behauptung von meiner Seite, also gibt es auch nichts richtigzustellen.

Richtigstellung 4 – Thema Wasser:
Auch die Auswahl unseres Wassers haben wir bewusst getroffen. Daher kommt bei uns „Black Forest“ still – Deutschlands kochsalzärmstes Mineralwasser auf den Tisch, und „Peterstaler medium“, ebenfalls aus dem Schwarzwald. Den von Ihnen monierten Preis von 7,30 Euro für ein Qualitätswasser finden Sie in vergleichbaren Restaurants in Frankfurt und Umgebung.

Kommentar zu Richtigstellung 4:

Niemand hat die Auswahl ihres Wassers kritisiert. Die meisten Gastronomen in Frankfurt, und anderen Städten, haben einen überzogenen Wasserpreis. Dies kritisiere ich in der Regel bei jedem Besuch in der Gastronomie.

Mea Culpa

Ich bleibe bei meinem mea culpa, weil ich den Beitrag nicht früher habe schreiben können und ich mich, ohne mein Wissen beim Weinpreis vertan habe. Hier muss ich sie aber auch in die Pflicht nehmen für mehr Klarheit gegenüber ihren Gästen, bei einer Empfehlung (die Flasche hatte ich nicht gezeigt bekommen) und auf der Rechnung, zu sorgen.

Qualität unterstütze ich, gute Produkte (was nicht immer mit Bio einhergeht) ebenfalls. Ich bin gerne bereit, einen angemessenen Preis zu zahlen. Mir bleibt am Ende bei der Laube ein ungutes Gefühl in Sachen Preisgestaltung.

Ob ich, wie sie im Kommentar geschrieben haben, noch einmal zurückkehre kann ich noch nicht sagen, denn dazu sind mir ihre Aussagen beim Thema Wein doch etwas zu undifferenziert und mit einem sehr starken Unterton versehen. Es gab auch nicht so viel richtigzustellen, es gab einige gute Erklärungen von ihrer Seite warum sie manche Preise so gestalten wie sie es eben tun, aber ich hätte einen offensichtlich verärgerten Gast anders angesprochen als mit vier Richtigstellungen die dann auch noch zu diskutieren sind.

Aus unterschiedlichen Sichtweisen entstehen andere Blickwinkel. Ich nehme mir fest vor ihre noch einmal zu überdenken und habe die Hoffnung auf ein wenig Verständnis für meine Argumente.

 

 

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