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Areum auf dem Kaiserdom (Frankfurt)

areum kaiserdom St. Bartholomäus in Franfurt-Zeilsheim

Als Frankfurter hat man ja viele Ziele vor Augen, eines davon ist die Aussichtsplattform der Kirche St. Bartholomäus. Selbst viele Frankfurter werden jetzt fragen was ich auf einer Kirche in Frankfurt Zeilsheim will.

Diese Kirchengemeinde, sie möge mir verzeihen, meine ich natürlich nicht, denn die Kirche die dem heiligen Bartolomäus gewidmet ist und die eine Ausichtsplattform hat, ist der Frankfurter Dom.

Ein Dom in Frankfurt?

Es ist etwas schwierig, denn in Frankfurt residierte nie ein Bischof, aber dennoch hat Frankfurt einen Dom, die mag an folgender Deutung liegen:

Dom (von lateinisch domus „Haus“) oder Domkirche werden Kirchen genannt, die sich durch ihre Größe, architektonische und künstlerische Besonderheiten oder eine besondere Bedeutung auszeichnen, auch historisch begründet.

Damit ist die Begündung gefunden, denn Frankfurt hat mit seinem Dom eine einmalige Stellung unter allen Kirchen in Deutschland. Das Frankfurter Gotteshaus ist die Wahl- und Krönungskirche der römisch-deutschen Kaiser.

dom und ezb Wie oben bereits geschrieben ist der Frankfurter Kaiserdom niemals Kathedralkirche eines Bischofs gewesen und gehörte auch baulich nicht zu den größten Sakralbauten in Mitteleuropa. Seine große Bedeutung als nationales Symbol beruht vielmehr auf seiner politisch-geschichtlichen Rolle im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Nämlich als Wahl-/und Krönungskirche.

Mancher Kölner schaut da etwas dumm aus der Wäsche, wenn der dies hört, aber so ist es nun einmal, denn in der Goldenen Bulle wurde Frankfurt am Main als Stadt festgelegt die nach der Aachener Pfalzkapelle Krönungsort wurde.

Eine wichtige Rolle spielt bei der Krönung der Kaiser der Römer, dort trafen sich die Kurfürsten zur vorabendlichen Abstimmung wer König und Kaiser werden sollte.

Nach der Vorwahl wurde im Dom endgültig eine Wahl vorgenommen und der Erwählte wurde zum König und Kaiser (Erwählter Römischer Kaiser) gekrönt (was auch ohne den Papst ging, zumindest seit der Regentschaft Maximlilians I.

Nach dem Hochamt ging es vom Dom wieder zurück in den Römer um den neuen Kaiser beim Krönungsmahl zu feiern.

Der Dom in Frankfurt erfüllte diese Aufagbe bis zum Ende des „Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation“ im Jahr 1806.

Dotationskirche
blick vom domDanach endete in Frankfurt eine lange Tardition und der Dom wechselte vom Kirchenstift in den Besitz der Stadt Frankfurt, als sogenannte Dotationskirche.

Im Jahre 1830 wurde der in Deutschland einmalige Dotationsvertrag zwischen der Freien Stadt Frankfurt und christlichen Gemeinden Frankfurts geschlossen. Aufgrund dieses Staatskirchenvertrages ist die Stadt Frankfurt am Main zum Unterhalt der acht Innenstadtkirchen verpflichtet, die in ihrem Eigentum stehen. Die Dotation hat im Grundsatz bis heute Bestand.

Die Bestzung und der Brand

Frankfurt wurde 1866 von preußischen Truppen besetzt und noch heute erinnert der Stadtteil Heddernheim daran, dass nur wenige U-Bahn Minuten (heute) vom Dom die Luft so frei wie in Paris gewesen ist, denn damals gehörte Heddernheim zu Mainz. Da in Mainu keine preußischen Truppen standenm konnten die Frankurter im Vorort die Freiheit des großen Paris genießen, aus dieser Zeit rühren die Wurzeln der Heddernheimer Karnevalstradition.

Im August 1867 brannte der Dom nieder, nach dem ein Feuer in einer Altstadtkneipe auf ihn übergegriffen hatte.

1877 hatte der Würzburger Dombaumeister Franz Josef Denzinger den niedergebrannten Dom wieder auferstehen lassen, und nun stand er so in der Stadt wie er bereits im Mittelalter geplant worden war.

In Westturm (94,80m hoch) ist heute die Glorios zuhause, die nach der Petersglocke (24 t) im Kölner Dom zweitschwerste Bronzeglocke Deutschlands. Beim großen Stadtgeläut (u.a. am Heiligen Abend) bildet sie einen der Höhepunkte.

Der zweite Brand

In den letzten Zügen des II. Weltkriegs wurde Frankfurt von den Allierten mehrfach mit flächendeckenden Bombardements zerstört, dabei wurde die größte gotische Altstadt Deutschlands weitgehend zerstört. Auch der Dom wurde schwer getroffen. Nach dem Krieg aber wieder aufgebaut und auf eben diesen Dom und seine Aussichtsplattform bin ich nun endlich einmal gestigen um auf mein Frankfurt zu schauen.

areum und ihr selfiestab Ein Gast aus Korea

Frankfurt ist ein Touristenmagnet und so traf ich bei meinem Ausflug Areum aus Korea auf dem Dom. Sie machte gerade Selfies für sich und ihre Familie. Optimal ausgerüstet mit einem Verlängerunsstab konnte sie sich und Frankfurt im Bild festhalten. Wir haben dort oben unsere Mailadressen ausgetauscht und sie hat mir ihre Selfiebilder geschickt und ich widme der Touristen aus Korea heute diesen Blogbeitrag. ich hoffe sie hatte eine gute Zeit in Frankfurt, in Deutschland und in Europa. Vielleicht sehen wir uns einmal wieder, irgendwo auf der Welt.

Frankfurt vom Dom aus gesehen

Natürlich hatte ich meine Kamera dabei und hier sind die Bilder von diesem Tag. Teilweise in bearbeiteter Form uns als tilt-shift-Motive.

2 Kommentare

  1. Stephan Gabriel

    Hi,

    sehr schöne Bilder sind es geworden – eine Frage habe ich aber. Ist der Tilt-Shift nachträglich via Photoshop dazugekommen oder „nativ“ mittels einer entsprechenden Optik ? Falls ja, welche ? War heute selbst auf dem Dom mit einem Lensbaby und meine Ergebnisse lassen zu wünschen übrig 🙁

    Beste Grüße,

    Stephan

    • Lieber Stephan,

      die Bilder habe ich mit einer Olympus PEN E-P3 gemacht und mich voll und ganz auf das Tilt-Shift-Programm verlassen. Wenn ich solche Bilder mit der Canon mache, dan bearbeite ich sie in Photoshop nach.

      Beste Grüße Patrick

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