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Haben Vibratoren einen Einfluss auf die Monoehe in Zeiten von Facebook?

debattenduell romanfabrik In der Überschrift spiegelt sich das breite Spektrum der Themen wieder die am Donnerstagabend in der Romanfabrik beim Debattenduell von Vaevictis diskutiert wurden.

In der gut besuchten Romanfabrik konnten sich die Besucher entweder selber zu Wort melden, als freie Redner zwischen den Debatten, oder sich vorab in Redeteams zusammenschließen, um mit klug gewählten Worten auf das Feld der Debattenschlacht zu ziehen.

Das Publikum wurde fast pünktlich um 19.30 Uhr von Miriam aus dem Debattenduell-Team begrüßt und die Wortschlachten konnten beginnen. Ca. 15 Minuten vorher hatten die ersten Duellanten ihr Debattenthema bekommen und konnten sich darüber Gedanken machen ob die Vielehe gut oder schlecht ist.

Vielehe versus Monoehe, ein Thema das für viele Männer nach einer Traumwelt klingt, in der die Frau nach ihrem Spezialisierungsgrad in die eheliche Gemeinschaft geholt wird. Eine ist schon da & die kann gut kochen, jetzt fehlt noch was fürs Auge und eine andere Frau für die Bereiche der Erwachsenenunterhaltung. Oder umgekehrt schauen sich die Frauen nach einem Ernährer, einem Brad Pitt und einem Laferlein um. Die Ehe als Produkt der Discountgesellschaft in der wir uns die Partner nach dem gerade zur Verfügung stehenden Angebot zusammenstellen. Dies ist keine besonders romantische Vorstellung und entsprach auch nicht den Vorstellungen der Contraseite.

Die Proseite erklärte in der Debatte die Vielehe würde die Sozialkassen entlasten, weil es mehr Kinder geben würde. Was aber wenn sich nur Hartz IV-Empfänger für die Vielehe entscheiden, dann geht dieses Logik schnell nach hinten los. Vielehe kann auch bedeuten, dass niemand mehr in Swingerclubs gehen muss, weil zuhause ja schon „intern“ geswingt werden kann. Die Monoehe sorgt für stabile Sozialkassen, florierende Swingerclubs und für die wahren romantischen Momente im Leben, denn am Ende ist eine Vielehe wie der Kölner Hauptbahnhof: Viel Durchgangsverkehr, aber wenig woran man(n) sich festhalten kann.

Das gut unterhaltene Publikum konnte sich in der zweiten Debatte über die Nützlichkeit von Smartphones informieren und wurde von der Proseite des Themas mit auf eine Zeitreise in die 80´er Jahre genommen, in der es noch Röhrenfernseher gab und Plattenspieler. Heute braucht das eigentlich niemand mehr, weil eine ganze Wohnung in das Smartphone passt. Das Smartphone hatte auch als Vibratorersatz herhalten können, aber manche naheliegende Argumentation wurde nicht genutzt, aber dafür gab es an diesem Abend dennoch die Erkentniss, dass Vibratoren sich von Männer unterscheiden, sie vibrieren!

Smartphones legen einem Fesseln an, vor allem wenn Soziale Netzwerke sich auf ihnen abgelegt haben und einen ständig mit der Erinnerung an fünfzehn Kontaktanfragen von unbekannten Personen der Zeitgeschichte drangsalieren.

Smartphones sind am Ende doch ganz nützlich und so trafen die Verteidiger des Smartphones auf die Romantiker der Monoehe um sich über Konsum zu „streiten“.

Wir konsumieren zu viel und das ist nicht gut, denn der Konsumwahn treibt uns in den Ruin und bringt selbst einen Bischof zu Fall, weil er für seinen Halleluja-Dome zuviel Prunk einkauft. Der wahre Weg der Tugend führt zu bewusstem Konsum, und anstatt sich den Sternenhimmel auf den Malediven anzusehen reicht ein Ausflug auf den Lohrberg. Der Papst macht es vor, weniger ist mehr und am Ende siegten die Argumente gegen den unbewussten Konsum.

Debattenduelle machen Spaß, erweitern den Horizont und niemand muss Angst haben sich auf der Bühne zu blamieren, denn Publikum und Duellanten treffen sich aus Spaß am Wortwitz und nicht um jemanden zu besiegen. Am Ende gibt es Champagner für die Gewinner, der wird auch gleich vor Ort wegkonsumiert, mit dem Smartphone fotografiert und dann geht es ganz fix zurück nach Hause zur glücklichen Monobeziehung unter dem romatischen Frankfurter Sternenhimmel.

Das nächste Debattenduell findet am 22. Mai um 19.30 Uhr in der Romanfabrik statt.

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