Reise

Ein Wochenende in Köln

koeln Neulich fragte mich ein Kollege aus London wohin er mit seiner Frau für ein Wochende fahren solle. Einzige Bedingung nicht so weit weg von Frankfurt.

Da lautete mein Tipp für eine Städtereise: Köln

Köln hat eine sehr schöne Altstadt und bietet auch für den zweiten Tag erholsame Ecken. Gerade durch die vielen Messen gibt es an Wochenende immer mal wieder Ferienwohnungen, statt teurer Hotels, die einen Lastminute Rabatt bis zu 20 % anbieten.

Was macht man so in Köln an einem Wochenende?

Vom Hauptbahnhof aus ist die Stadt gut zu erkunden. Als erstes geht es zum Dom über die Marzellenstraße. Auf der Marzellenstraße kommen Sie an der alten Jesuitenschule vorbei, in der sich heute das Erzbischöfliche Generalvikariat befindet. Gleich daran schließt die alte Jesuitenkirche, eine der wenigen Kölner Barockkirchen an St. Mariä Himmelfahrt war nach dem Dom für lange Zeit die größte Kirche Kölns und ist eines der wenigen noch vorhandenen architektonischen Zeugnisse des Barock in der Stadt.

Der Dom gehört natürlich zu den Orten die ein Tourist besuchen muss. Die meisten Besucher kennen auch nur den Dom in und an Köln, oder den Hauptbahnhof oder den Karneval. Daher ist es fast schon ein Muss sich die Stadt noch weiter zu erschließen. Das macht der geneigte Kölnbesucher am besten alles nach dem Dombesuch.
Den Dom im Westen verlassen und dann geht es über den Roncalli-Platz (nicht nach dem Zirkus, sondern nach Papst Johannes XXIII benannt) in Richtung Buchhandlung Kösel. Hier finden Sie eine gute Auswahl an Literatur zu Stadt und Dom. Schöne und geschmackvolle Köln Souvenirs gibt es im Laden „Himmelwärts“ gleich auf der anderen Straßenseite.

Das Jüdische Viertel
wird erreicht, wenn man geradeaus in die Straße „Unter Goldschmied“ geht. Gleich nach dem Verlassen der Domplatte und der Domimmunität taucht man in das mittelalterlich-jüdische Stadtviertel ein. Die einzigen Spuren findet man nach etwa 150m auf der linken Seite: die Mikwe (Judenbad). Gleich dahinter ist das Rathaus. Der Rathausturm ist aus den Jahren 1407 bis 1414 und sein Skulpturenprogramm zeigt 124 Kölner Persönlichkeiten. Die prachtvolle Renaissancelaube (1569 – 1573) zeugt vom Reichtum und Repräsentationswillen der einstigen Bevölkerung. Hier wurde schon 1130 das Haus des Bürgers errichtet, das als das älteste Rathaus in Deutschland gilt.

Das Wallraf-Richartz-Museum liegt linker Hand. Daran schließt die Kirche St. Alban an, die als Ruine an den Zweiten Weltkrieg und die Kriegstoten erinnert. In ihrem Inneren sieht man ein Kunstwerk von Käthe Kollwitz: „Die trauernden Eltern“. Dahinter liegt Kölns gute Stube der Gürzenich. Entstanden im 15. Jhd. als des „Rathes Tanzhaus“. Der Gürzenich ist bekannt als Veranstaltungsort vieler Kölner Karnevalssitzungen.

Links hinter dem Gürzenich geht es hinunter auf den Heumarkt gleich auf das Reiter-Denkmal Wilhelms III. zu. In der gegenüberliegenden Häuserzeile (links) gibt es einen kleinen Durchgang. Hier befindet sich der Eisenmarkt. Mit einem Denkmal an Willy Millowitsch.

Zu Köln gehört natürlich auch das Rheinufer, dieses erreicht man über den Fischmarkt mit seinen schönen bunten Giebelhäusern. Im Mittelalter bestimmten die Händler und Kaufleute das Leben hier. Denn hier wurde bis 1831 das Stapelrecht ausgeübt. so sieht man rechter Hand auch das Stapelhaus. Über Ihnen steht Groß St. Martin, das alte Benediktinerkloster, die romanische Kirche (1150-1240), die mit Ihrem mächtigen Turm das Altstadtpanorama prägt.

Von Groß St. Martin aus gelangen Sie durch einen kleinen Durchgang auf den Alter Markt. Hier wird alljährlich am 11.11. der Karneval eröffnet. Der Alter Markt ist der Mittelpunkt der Altstadt mit vielen Cafés und Kneipen. In der Mitte steht ein Denkmal das Jan von Werth zeigt, einen Recken der sich im 30-jährigen Krieg hochgearbeitet hat und der Held der kölschen Legende von Jan und Griet ist.

Am Ende eines so großangelegten Stadtrundgangs ist etwas Entspannung angesagt, hier empfiehlt sich das Mediterana.

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