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Frankfurts Untergrund bleibt ohne Gegenliebe

unter grund michael pwalitzki Der bekannte Fotograf Michael Pawlitzki ist für fast zwei Jahre in den Untergrund gegangen, dort hat er sich zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens mit der Schönheit von U-Bahnstationen beschäftigt. Eine Aufgabe der er sich in 14 Städten gestellt hat, denn 14 Städte haben in Deutschland ein U-Bahn-Netz. Das Bielefeld eine U-Bahn hat ist mir bisher neu gewesen, auch das die U-Bahn in Nürnberg das „jüngste“ Netz hat. Frankfurt, Hamburg, München und Berlin sind als Städte mit Untergrundbahnen bekannt, dazu kommen dann auch noch Stuttgart, Essen, Hannover, Düsseldorf, Köln, Duisburg, Dortmund & Bochum (ist ja klar, da rollte auch lange der Starlight Express, oder rollt der sogar noch?).

Der Fotograf hat in seinem Bildband die Besonderheit der Stationen festgehalten, wenn diese nicht überfüllt sind und die Menschen gar kein Auge für das haben was um sie herum an Architektur geboten wird. Die U-Bahn in Moskau ist vielen Menschen als besonders schön bekannt, weil hier die Architekten Kathedralen für das Volk geschaffen haben.

Das es im deutschen Untergrund ebenfalls besonders schöne Stationen gibt ist mir bisher auch noch nicht wirklich aufgefallen, aber ich bin auch selten gegen 2 Uhr in der Nacht im Duisburger Untergrund unterwegs. Pawlitzki hat die unter der Erde verborgenen schlummernden Schönheiten mit seinem Bildband Unter Grund ans Tageslicht geholt.

Das er sich dabei an ein paar besonders schöne, bzw. auffällige Stationen erinnern kann ist selbstverständlich, aber aus Sicht eines Frankfurters eher enttäuschend das keine der Stationen aus dem Netz der VGF dabei ist. Wobei! Es wundert mich nicht wirklich, denn die Frankfurter U-Bahn-Stationen sind nun wirklich keine Kleinode, eher Zweckbauten die es einem möglichst schwer machen sollen von A nach B zu kommen. Mir fällt in Frankfurt nur die Station Willy-Brandt-Platz ein, wenn es um einigermaßen interessante gestalterische Elemente im Frankfurter Untergrund geht.

Hamburg, München, Bochum und Berlin haben es mit verschiedenen Stationen in das Herz des Fotografen geschafft und somit steht fest, dass in der Hansestadt demnächst einmal die Station Überseequartier, in München der Westfriedhof und seine U-Bahn-Station (hier bekommt der Begriff Untergrund einen besonderen Geschmack) und in Bochum am „Lohring“ besucht wird.

4 Kommentare

  1. Dorle Kopetzky

    Die Bockenheimer Warte, eine der schönsten U Bahnstationen findet sich im UnterGrund Band auf Seite 135.

  2. Vielen Dank für den Hinweis Frau Kopetzky, mir ging es ja auch weniger um den gesamten Bildband, mehr um die Lieblingsstationen des Fotografen. In der WamS hatte er zumindest die Station in Frankfurt nicht genannt.

    • Schnell ein paar Sätze von mir als Fotograf des angesprochenen Bildbandes: Die WAMS hat einfach nur einige meiner Lieblingsstationen ausgewählt und abgedruckt. Frankfurt kam bei der Auswahl der Redakteurin offensichtlich unter die Räder – was nicht heißt, dass ich dort nicht auch meine Favoriten hätte, z.B. die bereits genannten „Bockenheimer Warte“, „Willy-Brandt-Platz“, aber auch „Westend“ oder „Messe“ finde ich stark. Frankfurt ist übrigens eher überproportional in meinem Bildband vertreten und ich biete dort sogar einen Fotoworkshop an – eben genau, weil ich finde, dass Frankfurt einige wunderschöne Stationen hat.
      Viele Grüße
      Micha Pawlitzki

  3. Was ist mit der Bonner U-Bahn? Findet sie im Buch keine Erwähnung oder ist sie hier im Kölner Netz mit inbegriffen.?

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