Politisches

Mit den roten Socken, oder ohne…

wahlzettel …es ist fast die spannendste Frage dieses Wahlkampfs, egal ob in Hessen oder im Bund. Ansonsten ist der Wahlkampf öde und langweilig. Die CDU hat nicht wirklich die Lösungen parat die ich mir erhoffen würde, aber auch bei der SPD höre ich nichts was mich überzeugt. Die Grünen sind an manchen Stellen konservativer als die CSU, die schreibt mir wenigstens nicht analog zum Veggie-Day einen Milkday vor, um die bayerische Milchwirtschaft zu unterstützen.

Die FDP liefert schon lange keine Antworten mehr, die einen von irgendwas überzeugen können.
Damit sind wir auch schon am Ende der wählbaren Parteien angekommen. Die Linke und die NPD wollen einen anderen Staat und sind ein Sammelbecken antidemokratischer Kräfte, die an der aktuellen politischen Situation in Deutschland wohl nur die Parteienfinanzierung gut finden.

Es ist definitiv zum Verzweifeln, es gibt so viele Themen die dringend geklärt werden müssen, aber keine Partei liefert mir eine Antwort auf die Frage nach der Finanzierbarkeit der Energiewende, niemand sagt etwas über die Entwicklung der Infrastruktur, unser Strassen-/Schienennetz muss an vielen Stellen massiv auf den OP-Tisch. An manchen Stellen geht es um schwere chirurgische Einschnitte die von den behandelnden Politikern wie Blinddarmreizungen wieder ins Wartezimmer zurückgeschickt werden.

Auch die Frage nach der Finanzierbarkeit der Pensionen, immerhin von Peer Steinbrück irgendwie erwähnt, ist ohne jede Lösung.

Wir leisten uns aktuell einen Wahlkampf wie im Paradies, geblendet von guten Arbeitsmarktdaten und einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung wünschen sich manche Wähler das Mutti bleibt, aber vielleicht die Familie auswechselt, was in unserem politischen System so nicht geht. Daher werden wir am Ende eine große, langweilige, Koalition bekommen. Vier Jahre in denen der Stillstand dann endgültig zur Perfektion getrieben wird.

Wählen gehen und sich damit in den politischen Entscheidungsprozess einbringen ist die Möglichkeit die uns als Staatsbürgern bleibt, daher finde ich Nichtwählen sehr schwierig. Es steht jedem zu nicht zur Wahl zu gehen, aber es ist keine gute Entscheidung. Sie zeugt von Schwäche und von der Unlust sich zu entscheiden, und davon am Ende nicht „Schuld“ sein zu wollen.

Wenn wir allen Regierungen der letzten Jahre eines gemeinsam vorwerfen können, dann das sie den Bürgern die Lust an der Politik genommen haben, was aus meiner Sicht das schlimmste ist was Politik falsch machen kann.

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