Mainhatten

Landwirtschaft in der Großstadt: Die Balkonkartoffel

balkonkartoffel Frankfurter Balkon nicht Nordkorea
In diesem Artikel geht es nicht um die notleidende nordkoreanische Bevölkerung die auf ihren Balkonen Kohl anbaut um sich daraus Kimch’i (pikant eingelegter Kohl) zu zubereiten, damit sie danach, gestärkt vom Kohl, dem großen nordkoreanischen Führer zujubeln kann. Hier geht es um den Anbau von Kartoffeln auf einem Frankfurter Balkon.

Aktuell sind Bienenvölker auf den Dächern der Großstädte ein ganz großes Thema, die Stadtbiene liefert dem Städter seinen Stadthonig, zu teilweise städtischen, äh stattlichen, Preisen. Wir haben kein Bienenvolk auf dem Balkon, dafür aber relativ viel Platz und am Ende des Frühlings entdeckten wir drei etwas ältere Kartoffeln in der Vorratskammer. Lebensmittel wegschmeisen ist ja nicht gerade eine das Karma erweiterende Tätigkeit, also haben wir uns dazu entschlossen die drei Kartoffeln an einer freien Stelle in einem Blumenkasten zu vergraben.

Der Anbau
Kartoffelanbau liegt mir quasi im Blut, meine Urgroßeltern haben im Allgäu noch Ackerbau & Viehzucht betrieben, dieser bäuerliche Urinstinkt ließ mich die Kartoffeln schnell und geschmeidig in der Erde verschwinden lassen.

Die Kartoffel ist eine recht genügsame Pflanze und daher reichte es aus ab und an ein wenig Wasser zu spenden und alsbald wurden wir mit frischem Grün belohnt.

Kartoffelkraut Wir taten das was jeder Kleingärtner macht; wir wässerten unsere Kartoffelpflanzen brav weiter und heute morgen entschlossen wir uns zur Ernte. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, wurde aus den drei alten Kartoffeln eine kleine, aber interessante, Ernte. Selbst etwas überrascht von der unterschiedlichen Größe sind wir nun am überlegen was wir den nun mit der eigenen Bio-Ernte „Balkonkartoffel Mainhatten“ machen.

Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Kartoffelpüree, Pommes oder Saltzkartoffeln.
Die Entscheidung müssen wir glücklicherweise nicht jetzt fällen, aber wir werden euch informieren. Ganz klar ist natürlich, dass es einen vernünftigen Wein dazu geben wird.

Aus dem Kartoffelkraut machen wir allerdings nichts, dies landet ordnungsgemäß in der Biotonne!

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