Lifestyle Mainhatten Sport

FRANKFURT GOLD CUP 2013 – ein Polista im Interview

polo_hessen Ab morgen, dem 30. August, ist Frankfurt wieder Polo-Stadt. Nicht weil die IAA mal wieder ansteht, sondern weil auf dem Gelände des Georgshofs an der Nidda der FRANKFURT GOLD CUP 2013 stattfindet. Ein Polotunier, welches im Frankfurter Eventkalender schon eine ganze Weile fest verankert ist.

Ab 12.00 Uhr ist am Freitag Einlass, und dann geht es Samstag und Sonntag mit dem „Sport der Könige“ weiter, auch jeweils ab 12.00 Uhr.

Gerade die Aussage „Sport der Könige“ ist für mich Anlass gewesen mit Oliver vom Polo-Club Hessen ein Gespräch zu führen und mal hinter die Kulissen des hessischen Polosports zu schauen.

Hallo Oli, Du bist Mitglied beim Polo Club Hessen e.V.. Ihr habt am Georgshof in Nied euren Poloplatz. Da möchte ich gleich mal mit einer Frage starten die Du sicherlich öfter gestellt bekommst. Polo und Nied? Polo ist doch eher eine exklusive Sportart, zumindest in den Augen der meisten Menschen. Müsstet ihr da nicht in Sachsenhausen einen Platz haben, oder ist Polo gar nicht so exklusiv?
Hi Paddy, in der Tat haben wir mit dem Vorurteil immer erst einmal aufzuräumen. 2007 haben wir mit einer Handvoll junger „Visionäre“ den Polo Club Hessen e.V. gegründet, die diesen faszinierenden Sport wieder in die Mainmetropole tragen wollten. Polo ist nicht nur ein unglaublich schneller und mitreißender Sport für die Spieler und ihre Ponies, Polo ist gleichzeitig verbunden mit einem ganz besonderen Event-Erleben. Einerseits natürlich für den Business Bereich, da der Sport eine sehr exquisite Klientel anspricht. Andererseits und hier legen wir vom Polo Club Hessen besonderen Wert drauf, ist diese Sportart aber auch ein Familienerlebnis durch das Miteinander von Mensch und Tier und das bunte Treiben rund um das Spielfeld. Abgesehen davon, dass unser Spielfeld wunderschön am Rande des Naturschutzgebietes der Nidda gelegen ist.

Ich habe euch ja schon einige Male besucht und zugesehen, daher kann ich nur sagen, dass gerade das Gelände am Georgshof an der Nidda einen sehr familiären Eindruck macht. Ihr habt ja auch immer einen Stuhl für mich alten Mann dabei! Eine Frage die ich so eigentlich noch nie gestellt habe: Wie bist du zum Polo gekommen?
Das war auch 2007. Im Sommerurlaub auf Sylt haben wir ein Turnier besucht, bei welchem u.a. ein Spieler mitgespielt hat, welcher durchaus im fortgeschrittenen Alter war. Die Überlegung war, dass man das dann mit Mitte Dreißig und halbwegs sportlich doch auch noch lernen können sollte. Hat geklappt!

Ok, da könnte ich mich mit ganz knapp über Ende Dreißig vielleicht auch noch aktivieren lassen, was kostet mich denn die Mitgliedschaft & wie viele Vereinskollegen habe ich dann?
Mittlerweile haben wir knapp 20 aktive Mitglieder und einen regelmäßigen Trainings-, und vor allen Dingen, Spielbetrieb etablieren können. Die Jahresmitgliedschaft liegt bei erschwinglichen 50,- EUR.

polo_hessen2 50 € ist nicht viel, da kostet mich die Muckibude mehr. Wenn ich jetzt also mal Lust habe einfach so mitzureiten, geht das, oder muss ich mir vorher ein Pferd kaufen?
Wir haben die Möglichkeit die ersten Schritte auf Schulpferden zu machen. Früher oder später wird man aber vom Polo-Virus befallen. Möchte man dann sportlich weiterkommen, bleibt es nicht aus, sich zumindest ein Pferd zuzulegen.

Wenn der Polo-Virus von mir Besitz ergriffen hat, wie oft muss ich dann auf den Rücken der Pferde?
Horsemanship wird bei uns ganz groß geschrieben. D.h. dass unsere Pferde nahezu täglich trainiert werden. 2-3mal in der Woche unternehmen wir auf unserer Sandbahn Ausdauertraining. Dann macht jeder Spieler für sich oder auch in kleineren Gruppen sogenanntes Stick’n Ball Training. Hier werden die einzelnen Schläge immer und immer wieder geübt. Insbesondere im Sommer wird natürlich auch regelmäßig gespielt, sogenannte Club-Chukka. Mindestens einmal in der Woche und an den Wochenenden, wenn man nicht gerade auf einem Turnier unterwegs ist. Zur Entspannung darf aber auch ein gelegentlicher Ausritt durch den Niedwald oder das nahegelegene Arboretum nicht fehlen. Der Renaturierung der Nidda sei Dank, dass wir mittlerweile mit den Pferden sogar ein Bad in der Nidda nehmen können.

Kann ich auch mit meinem normalen Reitpferd bei euch mitmachen?
Die Polo-Pferde sind besonders ausgebildet. Das Regelwerk ist absolut zum Schutz der Pferde ausgerichtet und nicht ganz einfach. Ein normales Pferd wird da vermutlich schnell überfordert sein.

Klingt nach ganz schön viel Bewegung, da wird dann sicherlich auch mal ein Bier gemeinsam getrunken. Der NiddabeachClub ist direkt am Georgshof, also quasi euer Vereinsheim im Sommer, was macht ihr im Winter?

Viele Ausritte!! Glücklicherweise sind wir aber auch in Breitengraden beheimatet, welche nicht gerade für ihre harten Winter bekannt sind. So kann relativ lange ins Jahr hinein gespielt und auch früh wieder angefangen werden. Am ersten Mai-Wochenende ist immer unser traditioneller Bembel-Cup, für welchen wir und die Ponies ja wieder fit sein müssen.

Und ein Bier trinken wir auch zusammen, und anstatt Kaviar gibt es Currywurst am Beachclub.

Trainiert ihr im Winter, wird gespielt?
Ja. Wir fahren in den Wintermonaten regelmäßig in unser „Winterdomizil“ Herborn. Der Reitverein dort verfügt über eine größere Halle, in welcher wir auch regelmäßig den Bären-Cup ausrichten

Jetzt steht der FRANKFURT GOLD CUP an, spielen Frankfurter Mitglieder eures Clubs mit, und wenn ja, welche Chancen haben sie?
In der Tat wird auch in diesem Jahr wieder eine Spielerin beim Frankfurt Gold Cup antreten und versuchen mit ihren Mitspielern nach dem „Pott“ zu greifen. Aber auch sonst waren in diesem Jahr so viel Mitglieder des PCH auf Turnieren vertreten, wie noch nie zuvor. Erstmalig in der Vereinsgeschichte konnten wir in diesem Jahr auch komplette PCH-Teams auf Turniere schicken.

Kostet es mich Eintritt dabei zu sein?
Beim Gold Cup? Nein. Der Eintritt im öffentlichen Bereich ist wie immer frei.

Wo gibt es noch Infos und einen Spielplan für alle die jetzt unbedingt mal auf den Poloplatz möchten?
Der Veranstalter hat bei facebook eine sehr übersichtliche Seite dazu eingerichtet, die facebookadresse lautet https://www.facebook.com/frankfurtgoldcup. Sie ist auch für Nichtfacebooker erreichbar. Dort sind der Spielplan und weitere Infos zu finden. Der Georgshof und der Niddastrand – Beachclub sind unter http://niddastrand.de/ im Netz auffindbar, dort ist auch eine Anfahrtsbeschreibung zu finden. Der Polo-Club Hessen hat für Interessierte auch noch viele Infos auf seiner Webseite.

Oli, vielen Dank für deine Zeit. Und ganz besonders sei Dir für das offizielle Tunier T-Shirt gedankt, welches wir hier verlosen. Einfach eine Mail an polo[at]meiersworld.de, bis Samstag 31.08.2013 20.00 Uhr, schicken und ihr kommt in den Lostopf. Das Shirt wird dann am Tuniersonntag der Gewinnerin/dem Gewinner überreicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.