Markt & Wirtschaft

Telefonzelle, Internetcafé oder Sim-Karte?

24697452 Sagen wir mal es geht in diesem Artikel um eine junge Frau aus Lettland die sich um pflegebedürftige Senioren kümmert. Nehmen wir mal weiter an das die junge Frau in ihrer Heimat Familie hat und sich ab und an danach sehnt mit eben dieser zu sprechen.

Ein Job als Pflegerin ist sehr zeitintensiv und nicht immer ist eine Telefonzelle oder ein Internetcafé in der Nähe.

Durch Zufall habe ich eine ähnliche Situation vor einiger Zeit im Bekanntenkreis miterleben können, die Großmutter der Familie wurde von einer jungen Frau gepflegt, dies in einem sehr intensiven Zeitrhythmus. Das Telefon der Großmutter konnte die junge Frau nicht verwenden, dies wollte die Familie nicht. Sicherlich kein prinzipielles Misstrauen, eher eine Kostenfrage.

Mir hatte sich die Frage noch nicht gestellt, aber Kai, der Sohn meines Bekannten und Enkel der zu pflegenden Großmutter, fand wohl die junge Frau aus Lettland recht nett und recherchierte für sie die verschiedenen Möglichkeiten sich mit ihrer Familie in der Heimat zu connecten.

Der Vater von Kai hatte mir das ganz stolz erzählt, weil Kai sonst eher ein etwas ruhiger und nicht so ambitionierter Typ ist (darf ich so schreiben, ist so!), aber Ruta hatte es ihm so angetan, dass er sich richtig ins Zeug legte.

Kai fand das Telefonzellen für ein Gespräch mit Rutas Familie weder im Sommer noch im Winter eine vernünftige Alternative sind, von den Kosten einmal abgesehen. Internetcafés mit Callboxen haben einen sehr eigenen Charme wie Kai seinem Vater berichtet hatte und für eine junge, und hübsche, Frau aus dem Baltikum ebenfalls kein guter Ort für ein Gespräch mit Vater und Mutter.

Die einfachste Variante dachte ich die ganze Zeit müsste doch ein Handy mit Vertrag sein, aber ich hatte nicht bedacht was eine Pflegerin verdient und wie viel sie davon, freiwillig, nach Hause überweist. Es musste also eine Möglichkeit gefunden werden, damit das heimische lettische Mobilfunktelefon aus Deutschland heraus kostengünstige Anrufe in Lettland ermöglichte.

Prepaid Sim Karte heißt die Antwort! Anbieter solcher Dienstleistungen gibt es wohl ebenfalls eine Menge, nur welcher ist der richtige Anbieter. Diese Frage versuchte Kai möglichst schnell auf den Grund zu gehen, denn er wollte Ruta beindrucken. Mein Kumpel grinste ganz schön während er die Story erzählte.

Kai hatte aber recht schnell über das Internet einen entsprechenden Dienstleister gefunden und konnte Ruta bald mit dem Resultat beeindrucken. Sie kann jetzt auch mal in den Pausen, wie bei Kais Oma, ihre Familie anrufen und alles Dank Kai und seiner schnellen Recherche.

Wie hatte Kai seinem Vater gesagt: „Am Ende musste sie nur noch die Lebara Sim Karte aktivieren und schon hatte sie wieder einen ganz engen Draht zu ihrer Familie.

Eine schöne Geschichte und ich habe innerhalb weniger Minuten viel über die Pflege in Deutschland, die Bereitschaft junger osteuropäischer Frauen bei der Unterstützung ihrer Familien und über Mobilfunktarife gelernt.

Bild: swisspicture.net

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