Mainhatten

Unwetter über Frankfurt, oder der gescheiterte Plan

Als sich die ersten dunklen Wolken am Frankfurter Himmel zeigten hatte ich einen Plan gefasst; ich wollte mit dem Rad trocken heim kommen. Ich machte mich also im stürmischen Tempo auf den Weg und scheiterte grandios. Denn trotz einer irgendwie recht guten Radweglage schaffte ich es nur bis ins Westend. Der Wind hatte bereits die ersten Restaurantaufsteller aufgewirbelt und kleinere Äste flogen durch die Luft, also im Grüneburgweg der erste Baum fiel. Für mich der Zeitpunkt abzusteigen und einen Unterschlupf zu suchen. Glücklicherweise konnte ich beim Team der Westlage das heftige Unwetter abwarten und ein wenig über Restaurants in Frankfurt, Weinkarten und das Wetter reden.

Die Westlage ist ja per se eine gute Location, in diesem Fall eine fast schon lebenserhaltende, denn kaum hatte ich mein Radl abgestellt, da fiel ein weiterer Baum im Grüneburgweg, nur wenige Meter von der Westlage entfernt, also auf meinem Weg!

unwetter_frankfurt_journal Während beim Journal Frankfurt noch der kleine Weltuntergang angekündigt wurde, hatten in Frankfurt die Feuerwehr und die Polizei einiges zu tun. Allein der umgestürzte Baum im Grüneburgweg sorgte für einigen Aufwand, bei dem die eingesetzten Beamten nass bis aufs Hemd wurden und dennoch dafür sorgten, dass es kein Chaos gab. Besonders erfreulich fand ich die Beamtin mit dem leicht ins sächsische gehenden Akzent, die ihre gute Laune nicht verlor und einen freundlichen Spruch und ein Lachen zur Hand hatte.

Auf dem Weg nach Hause konnte ich mich davon überzeugen, dass der Sturm nicht nur im Westend kräftig an Bäumen und Häusern gerüttelt hatten, sondern überall auf dem Weg Richtung Norden lagen große und kleine Äste herum, gab es umgestürzte Bäume und Häuser mit kleineren Kratzern (meist wohl von den Bäumen). Die S-Bahn, bzw. den kompletten Bahnverkehr hatte das Unwetter auch einmal wieder erwischt. Einmal mehr sahen sich viele Pendler auf eine Gedudlsprobe gestellt, aber die Bahn hat viele Züge gleich in den Bahnhöfen warten lassen, so wurde die Stromversorgung gewährleistet und es konnte sich besser um die Fahrgäste gekümmert werden. Ausnahmen gab es sicherlich auch, denn ich habe zwischen FFM-Eschersheim und Westbahnhof einen stehenden RegionalExpress gesehen.

Eine Kollege von mir scherzte schon „Aber so ein Abend im Büro kann ja auch schön sein…“, ich hoffe er hat es zwischenzeitlich zumindest in einen fahrenden Zug geschafft!

Da ich, wie meist, meine kleine Kamera dabei hatte, gibt es hier noch ein paar Impressionen von meinem Heimweg.

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