Reise Wein

400 Stufen und ein kurzes Gebet: Die Marienburg bei Pünderich

marienburg Die Mosel und ihre Weine, die Mosel und ihre Schleifen, die Mosel und ihre Burgen, die Mosel ganz im Allgemeinen betrachtet hat viel zu bieten. Frau H. und ich konnten die letzten vier Tage die Mosel besuchen und einige Winzer besuchen (darüber gibt es dann hier demnächst mehr zu lesen) und ihre Weine zu probieren. Das haben wir natürlich gerne getan und ich verspreche jetzt schon einmal: Es gab intressantes, erfreuliches, aufregendes und schwieriges aus den Gläsern der Weinbauern. Neben den flüssigen Gaumenfreunden gibt es an der Mosel auch einige Gastronomiebetriebe die mit neugierig machenden Speisekarten Gäste aus nah und fern anziehen, nicht alle haben dabei ihre eigenen Öffnungszeiten im Auge, dafür aber offenbar keine Umsatzprobleme mehr, denn jeder Gast der hungrig geht wird wohl keine Weiterempfehlung aussprechen, aber auch dazu mehr in einem späteren Beitrag.

marienburg_mutter_gottes Wir hatten ein volles Programm und ein Hotel auf dem heißen Stein, damit wussten wir, dass die nächsten Tage spannend, aufregend und interessant werden würden. Wir hatten mit Sonne gerechnet, aber leider ein paar Regenwolken geerntet. Wobei! Nach dem wir die Marienburg und die Mutter Gottes besucht hatten, wurde das Wetter besser und die Regenwolken zogen, angetrieben von den Posaunenklängen der Engel, über uns rasch hinweg. Es lohnt sich eben immer wieder eine Kerze mit einem kleinen Bittgebet zu platzieren. Da ich wusste, dass Weltfrieden und ausreichend Nahrung für alle Menschen auf der Welt relativ häufig auf dem Gebetszettel der Kerzenanzünder, weltweit, stehen, versuchte ich es mit „einfach kein Regen“ und offenbar sind wir mit der Bitte irgendwie zwischen Weltfrieden & Nahrung gelandet. Es lohnte sich also einmal wieder eine Kirche besucht zu haben! Ganz davon abgesehen ist die Marienburg prinzipiell einen Besuch wert. Dafür gibt es drei Gründe:

a) den fantastischen Ausblick
b) die Marienburg selber
c) der Pündericher Weinlehrpfad

Der Weinlehrpfad führt über ca. 400 Stufen vom Anleger der Fähre direkt zur Marienburg. Selbst bei nicht zu sommerlichem Wetter ist es wirklich ratsam eine Flasche Wasser dabei zu haben, denn die 400 Stufen sind in die Steillage rund um die Marienburg eingebettet und es geht entsprechend ambitioniert nach oben.

Die Fahrt mit der kleinen Fähre ist auf alle Fälle ein MUSS, aber es ist zu beachten, dass diese nicht am Dienstag und Donnerstag fährt und auch eine Mittagspause einlegt. Die Überfahrt über die Mosel kostet pro Person 1,00 € und dauert ca. 2 bis 3 Minuten. Genügend Zeit sich auf den Aufstieg zu freuen und später, nach dem erfolgreichen Abstieg, die Eindrücke zu verarbeiten. Direkt an der Fähre führt auch der Moselradweg entlang und es gibt einen ausreichend großen Parkplatz (direkt neben dem Campingplatz).

Pünderich ist ebenfalls ein sehr sehenswertes kleines Dörfchen, die Zeit sollte auf alle Fälle mit eingeplant werden!

Die Überfahrt der Fähre habe ich schon einmal für Euch in Bild und Ton dokumentiert.

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