Politisches

Daniel Cohn-Bendit und der offene Hosenlatz – Der Anfang

Es mag sein, dass es in den siebziger Jahren in Kinderläden etwas lockerer zuging, es mag auch sein, dass die gesellschaftliche Haltung zum Thema Sexualität irgendwie anders gewesen ist als heute (lockerer kann sie eigentlich nicht gewesen sein). Eins ist aber sicherlich in den 70´er Jahren auch nicht im Rahmen eines gesellschaftlichen Konsens hinnehmbar gewesen: Der sexuelle Kontakt zu Kindern.

Wenn Daniel-Cohn-Bendit in seinem Buch „Der große Basar“ schreibt:

Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln.“ Und dann? Das habe ihn vor Probleme gestellt. „Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt

Dann ist es selbst dann verweflich, wenn die Handlung nicht wirklich vollzogen wurde, sondern er diese Textpassage nur als „schlechte Literatur“ bezeichnet. Es ist auch keine schlechte Literatur, es ist kranke Phantasie, wenn ein erwachsener Mann von sexuellen Handlungen mit Kindern schreibt und diese dann auch noch in TV-Gesprächen umschreibt. Es geht ja auch darum, dass Daniel Cohn-Bendit ganz klar gesagt hat“„Mein ständiger Flirt mit den Kindern nahm erotische Züge an“. Er hat es offenbar als erotisch empfunden, pfui, aus, eklig!

Daniel Cohn-Bendit hat dem Journal Frankfurt dazu ein Interview gegeben, darin sagt er der Text sei ein großer Fehler gewesen. Der Text ist kein Fehler, der Text ist die kranke Phantasie eines Mannes, der sich entweder mit Kindern vergnügt hat, oder gefallen daran gefunden hat diese Phantasien aufzuschreiben. Es ist in dem Kontext der zitierten Stellen auch keine ablehnende Haltung zu erkennem, oder etwa Reue. Erklärende Worte, dass die Handlungen oder die Phantasien falsch sein und er sich dafür schäme. Nichts davon ist der Fall. Erst jetzt, zu einem Zeitpunkt da ihn sein Treiben im Kinderladen einholt, da beginnt ein winziger Entschuldigungsprozeß. Einige Jahre zu spät wie ich meine und aus den falschen Gründen. Nichts darüber das die Phantasie falsch oder krank sei, der Text ist ein Fehler heißt es, mehr nicht!

Einige werden sagen, dass er doch schrieb es habe ihn vorgroße Probleme gestellt, aber hat er es unterlassen? Nein, er habe dann eben, wenn die Kinder es wollten, weitergemacht. Diese Stellen und Umschreibungen sind für mich übrigens ein Indiz dafür, dass es mehr als eine Phantasie (Provokation wie er sagt) ist. In Phantasien mit erotischen Zügen sind eher selten Probleme zu finden, mir scheint es mehr wie die Beschreibung einer Hürde, die dann aber überwunden wurde.

Mir reicht die wachsweiche Entschuldigung nicht, ich finde er muss von allen öffentlichen Ämtern zurücktreten und die Justiz muss eine Möglichkeit finden die Tatsachen herauszufinden und wenn er sich an Kindern vergangen hat, dann muss er dafür auch bestraft werden.

Zum Schluß möchte ich noch anmerken, dass ich entsetzt darüber bin wie lax mit den Vorwürfen umgegangen wird und das hier offenbar so getan wird als sei das alles zu verzeihen. Daniel Cohn-Bendit steht nicht über der Moral, nicht über den Gesetzen, er ist ein Mensch wie wir alle, mit allen positiven und negativen Konsequenzen.

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