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Tödlicher Absturz von Andreas Franz und Daniel Holbe

tödlicher absturz von andreas franz Die Gratwanderung das Werk eines anderen Autors zu beenden ist die Herausforderung von Daniel Holbe. Misslingt ihm die Fortsetzung der franzschen Schreibe, dann werden die treuen Andreas Franz-Leser ihn wohl nicht tödlich Abstürzen lassen, aber die weitere Fortsetzung der Andreas Franz Krimireihe wäre wohl gefährdet. Bisher gelingt das Experiment, mit Zustimmung der Familie von Andreas Franz, dass Daniel Holbe nach dem Tod des erfolgreichen Krimiautors seine Romane fortschreibt und beendet.

Bereits der zweite Band der Franz/Holbe-Reihe ist nun erschienen und es darf wieder die Frankfurter Kommissarin Julia Durant mit ihrem Team in und um Frankfurt herum nach den Tätern suchen.

Wie immer spielen die persönlichen Probleme der Kommissarin auch in diesem Roman keine unerhebliche Rolle, ebenso wie es kein Wunder ist, dass auch in diesem Roman eine gehörige Portion Sex (zumindest am Anfang der Geschichte) eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

Eine junge und hübsche Frau wird im Müll eines Hochhauses an der Tanusanlage gefunden und nur wenige Stockwerke über dem Fundort residiert ihr letzter Freier in seinem Büro. Die Frankfurter Ermittler kommen bei ihren Ermittlungen nicht zur Ruhe, denn kurz nach der ersten Leiche haben sie es mit der toten Ehefrau eines Politikers zu tun und wenig später gesellt sich eine dritte Leiche hinzu.

Es gibt also viel zu tun, und wie immer kann Julia Durant das Gefühl nicht abschütteln, dass die da oben immer besser behandelt werden als der „normale Verdächtige“. Diese in fast jedem Roman zur Sprache gebrachte „Sozialkritik“ ist meiner Meinung nach irgendwie immer fehl am Platz, gehört aber fast ebenso zu den Standards der Franz-Romane, wie die toten Prostituierten (die Roman für Roman sterben müssen).

Der Roman verliert leider relativ schnell an Spannung, denn es wird recht zügig klar aus welcher Richtung die Gefahr droht. Als Leser habe ich dadurch etwas länger gebraucht das Buch zu beenden, denn mir fehlte der Spannungskick der mich auf die nächste Seite hätte fiebern lassen.

Liebhaber Frankfurter Krimis und Fans von Julia Durant, bzw. Andreas Franz müssen dieses Buch natürlich kaufen und lesen. Wer sich nicht sicher ist, eine kostenlose Leseprobe des Taschenbuchs ist beim Verlag abrufbar.

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