Reise

Südafrika – Ankunft, Strand und Hochzeit

Von meinem großen Bloggervorbild MCWinkel habe ich gelernt, auch Bewegtbildmaterial zu veröffentlichen. Der große MC ist ja leider auf dem falschen Kontinent unterwegs, aber ich mache den Fehler jetzt wett und zeige euch einen wahnsinnigen Film aus Südafrika. Ebenso wie MC habe ich mir allerdings heute auch ein wenig eine neue Gesichtsfarbe besorgt, denn die Sonne am Kap haut, obwohl hier auch gerade der Herbst seine bunten Farben zeigt, noch ganz schön rein.

Was soll ich sagen, nach einem grandiosen Mittagessen bei Solms-Delta und einem wundervollen Fläschchen Lekkerwijn haben Frau H. und ich festgestellt, dass wir im Gesicht ganz ansatzweise die Farbe des Roséweins angenommen haben. Das machte natürlich nicht wirklich was aus, denn eine kurze Mittagspause an einem schattigen Plätzchen und eine Runde Aftersun sollten es schon richten.

Nun gut ausgeruht und voller Elan habe ich mich gen Poolside unseres Guesthouse bewegt, das WLAN (aktuell ein kleines W-Lahm) angezapft um für euch die ersten Worte vom Kap in die Tasten zu hauen. In unserem Guesthouse ist gerade Riesenstimmung, denn wir sind „Home of the Bride“. In Südafrika ist Weddingseason und Franschhoeck gehört zu den Romatic Destinations für eine sonnige Traumhochzeit im Herbst (Glück gehabt, denn gestern hat es hier am Western Cape wie aus Eimern geschüttet).

Nach einem wirklich angenehmen Flug mit SAA und einem etwas holprigen Autovermietungsstart (wer kann ahnen, dass Sixt hier nicht Sixt ist, sondern First und damit nicht orange, sondern lila) ging es an der Westküste gen Norden (die Cape Namibia Routen zum Teil entlang) nach Paternoster.

welle_sonne Paternoster ist ein eher ruhiges und verschlafenes Örtchen mit einem tollen Strand, fantastischen Wellen und einem absolut empfehlenswerten Strandrestaurant. Im Voorstrand-Restaurant ist leger die richtige Kleidung, aber auf dem Teller und in den Gläsern darf es dann gerne Sansibar-stylish sein, mit dem großen Vorteil das der Lobster frischer und günstiger ist. Die Weine sind alle aus der Region und ziemlich lecker! Aus der Region bedeutet in diesem Fall ca. 100km von der Küste entfernt, was ich ziemlich einzigartig finde, wenn sich zum frischen Fang aus dem Meer auch noch ein Wein dazu gesellen kann, der den Duft des Atlantiks atmen konnte, während er herangewachsen ist.

Lighthouse Cap Columbine Die Westküste bietet rund um Paternoster viele Möglichkeiten um die Natur zu entdecken, eine davon ist der West Coast National Park. Mit dem Auto ist es von Paternoster ein Katzensprung und schon ist man mittendrin. Leuchtturmfans können das Cape Columbine – Lighthouse, gegen ein kleines Entgelt, besteigen. Es ist aber ratsam schwindelfrei zu sein, denn es geht über ein paar abenteuerliche Stufen nach oben, von den drei Holzleitern mal ganz abgesehen auf denen sich diese Stufen befinden. Der Ausblick ist dafür quasi unbezahlbar…..

Unbezahlbar ist dafür ein Abendessen in einem südafrikanischen Restaurant bestimmt nicht, denn eine Kombination aus unglaublichem guten Produkten (Fisch, Fleisch, Gemüse, Wein) die fast immer aus den näheren Umgebung kommen und dem sensationellen Rand/Euro-Wechselkurs machen nahezu jedes Essen zu einem echten Erlebnis. Zu den oft wirklich guten Preisen, aus deutscher Sicht, kommt meistens noch ein sehr guter Service hinzu.

Wer sich am Abend den Bauch vollgeschlagen hat, kann sich danach noch mit einem Blick in die Sterne, statt in die Glotze, vom Tag verabschieden und vom nächsten Tag träumen.

moewe_hafen Am nächsten Morgen frisch ausgeträumt und von einem der, meist wirklich überbordenden, Frühstücke in den Guesthoueses gestärkt geht es los zum nächsten Ziel. Wir haben noch einen kleinen Abstecher nach Veldrift gemacht, hier gibt es ein wirklich sehenswertes Fischereimuseum und rund um den Hafen kleine Kneipen die den Catch of the Day nicht erst in die Kühltruhe legen müssen, sondern diesen aus dem Meer, über das Netz direkt auf den Teller befördern können.

Vom Strand ging es für uns dann direkt weiter Richtung Gebirge und der südafrikanischen Version der Bielefeldverschwörung (hier unter dem Codenamen Clanwilliam-Complot bekannt). Diese afrikanische Variante der Bielefeld-Verschwörung hat unglaublich viel mit Wuppertal zu tun, aber davon gibt es im nächsten Blogbeitrag aus Südafrika mehr zu lesen, wenn es wieder heißt: „Nun liebe Leser gebt fein acht, ich hab euch etwas mitgebracht“.

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