Bahnreisen Reise

Mit der Bahn ans Mittelmeer

urlaub in kroatien am mittelmeer Mitte der achtziger Jahre fuhren die Deutschen gerne nach Italien und Spanien, Italien gehörte zu den klassischen Autozielen und Spanien ist schon eher etwas für die Flugpauschalreisenden gewesen. Italien und Spanien hatten beide, so wie heute auch, einen gravierenden Nachteil: Im Sommer wurde das Leben sehr teuer.

Wer die Mittelmeerküste erleben wollte, der fuhr mit dem Auto nach Jugoslawien, um dort die Schönheit der Strände von Istrien und Dalmatien zu genießen.

Auch Meiers machten Mitte der 1980´er eine Ausnahme vom Urlaubsort Vlieland. Wir fuhren nach Zadar, einer wunderschönen Küstenstadt an der kroatischen Küste. Wir unterschieden uns nur durch das Fortbewegungsmittel von den anderen Urlaubern, welche teilweise mit dem Auto an den wunderschönen Küstenorten von Hotel zu Hotel zuckelten, denn die Straßen hatten damals nicht die Qualität von heute. Wir fuhren mit dem Zug, dem Mostar-Dalmatia-Express von München nach Sarajevo, mit Kurswagen nach Rijeka. Wir mussten noch in Knin umsteigen und von dort mit dem Bummelzug weiter. Dies scheiterte aber damals an den mehr als sechs Stunden Verspätung die der Zug auf der Fahrt in den Süden eingesammelt hatte.

Jede Menge Zeit in der wir mit dem mitreisenden Gastarbeitern über ihre Träume in der Heimat sprechen konten. Viele von ihnen wollten Ferienhäuser, bzw. kleine Villen für Touristen bauen. Heute sind diese Ferienunterkünfte überall, und gerade auch entlang der Küste zu finden. Damals, der Staat hatte noch seine Hand auf dem Tourismus, ein Traum. Heute sind die Villem am Meer der wahrgewordene Traum unserer damaligen Mitreisenden gewesen.

Ich denke immer wieder gerne an diesen Urlaub, und könnte mir gut vorstellen bei Gelegenheit wieder einmal in den Zug zu steigen und nach Kroatien zu fahren. Damals wie heute ist es mit dem Zug mit umsteigen in München oder Zagreb und in Knin möglich Zadar zu erreichen.

Die damalige Zugfahrt fand zum größten Teil tagsüber statt und wir konnten die Landschaft genießen, wie die Autofahrer es wohl selten konnten. Unser Zug hielt sogar an, wenn einer der Schaffner ein Eis wollte, oder ein Mitarbeiter der Staatsbahn irgendwo aussteigen musste. Heute geht das sicherlich auch nicht mehr, aber dafür geht der Lok auch sicherlich nicht mehr der Diesel aus, so wie bei uns damals.

Das hier abgebildete Bild ist ein Scan von einem Dia und zeigt das Meer bei Zadar.

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