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1. Astor Filmlounge 2. Quentin Tarantinos Django unchained

django_filmplakat Der Aufzug fährt uns schnell nach oben, dort angekommen müssen wir kurz ungeschützt vor der Kälte zum Eingang der Lounge gehen. Uns strömen die Leute der vorherigen Vorstellung entgegen, und weil offenbar nur eine Tür offen ist kommt es zu einem leichten Stau. Bedingt durch die gute Laune aller Beteiligter gibt es aber keine Rempeleien und keine unpassenden Worte.

Im Foyer der Lounge ist es ebenfalls voll, reinkommende und rauskommende Gäste müssen alle an denselben Stellen vorbei und sowohl an der Kasse, an der Garderobe, bei den Freigetränken und vor den Toiletten (eine Herrentoilette und eine Damentoilette mit jeweils drei Möglichkeiten der Erleichterung). Nun gut, es ist draußen kalt und viele Menschen auf engem Raum erzeugen Wärme, das ist aktuell nicht verkehrt.

AstorFfmSaal01 Im Eintrittspreis von 16,00 € ist der Film, ein Freigetränk je Person und die Garderobe enthalten. Das ist löblich und ein gutes Angebot. So klein das Foyer ist, um so größer ist der Kinosaal selber. Offen gesagt hat er mich sehr beeindruckt. Eine riesige Leinwand. Superbreite Ledersessel mit einem Fußsesselchen davor. Eine Getränkekarte mit wirklich vernünftigen Preisen und einer kleinen und netten Speisenauswahl. Getränke und Speisen werden vom netten, aber leider noch recht ungeübten, Servicepersonal vor Filmbeginn an den Platz gebracht. Das was das Personal noch üben muss; Getränke servieren (meine Schwester roch den Kinofilm über etwas nach Bier, nach dem es auf ihrer Jeans anstatt im Glas gelandet ist) macht es durch Freundlichkeit und Schnelligkeit wett. Wenn noch die dritte Komponente hinzukommt, dann ist alles top.

Es lohnt sich die Astor Filmlounge Frankfurt einmal zu besuchen. Die Betreiber sollten noch am Konzept für den Eingangs/Ausgangsbereich arbeiten und evtl. zusätzliche Waschräume einbauen.

Zum Film des gestrigen Abends: Django Unchained (Das D wird nicht mitgesprochen). Quentin Tarantino hat mal wieder ein Meisterwerk abgeliefert, von der Musik über die Handlung bis zu jedem einzelnen Schusswechsel ein mehr als gelungener Kinospaß. Bedingt durch die sensationellen Sessel in der Astor Filmlounge vergingen die fast drei Stunden wie nichts, und man fühlte sich in keiner Weise gerädert (was nach drei Stunden im Kino schon vorkommen kann).

big_daddy Überraschenderweise spielt mit Christoph Waltz als Dr. King Schultz eine deutsche Figur eine positive Rolle. Christoph Waltz spielt übrigens großartig und wird fast nur noch von Don Johnson als Big Daddy in den Schatten gestellt. Urkomisch ist die Darstellung des Ku-Klux-Klan in seiner gesamten Dämlichkeiten unter Anführung von Big Daddy.

Das Filmende zieht sich ein ganz klein wenig, aber das sei verziehen, denn der Zuschauer wird dafür mit einigen Litern zusätzlichem Filmblut belohnt.

Wer Django och nicht gesehen hat, sollte dies in der Astor Filmlounge nachholen.

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1 Kommentar

  1. Du hast Leonardo Di Caprio vergessen. Er war überragend und, meiner Meinung nach, Waltz mindestens ebenbürtig.

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