Reise

Kapstadt: Mehr als nur der Bachelor

tafelberg kapstadt Der Bachelor und seine Frauen sorgen aktuell überall für Diskussionen. Erst gerade jetzt hat die BILD eine Story rund um Alissa H. aufgetan, bei der es darum gehen soll, dass die hübsche dunkelhaarige Steuerfachfrau ihre Miete nicht korrekt gezahlt hat. Nun ja, jetzt wohnt sie erst einmal im Rosenkuckucksheim und turtelt mit dem Bachelor Jan. Fraglich wird sein, ob er, wenn es stimmt, eine Frau die ihre Miete nicht korrekt zahlt lieber hat, als die Mädels die sich mit heißen Küssen die Zeit überbrücken bis Jan sich wieder um sie kümmert.

Anstatt sich mit vielen verschiedenen Frauen zu beschäftigen könnte der Bachelor auch einfach die Schönheit von Kapstadt genießen. South African Tourism hat hierzu ein paar interessante Ausflugsziele für eine 36-Stunden-Tour durch die Metropole am Kap zusammengestellt. Einige sind sogar schon Bachelor-proofed :-).

Stellen wir uns einmal vor, wir würden zu einer Tour durch Kapstadt starten. Wir sind gerade frisch mit SAA am Flughafen angekommen, haben unser Guesthouse bezogen und sind nun auf dem Weg in die Innenstadt. Der Tafelberg blinzelt auf uns herab und das Wochenende liegt vor uns. Unser erstes Ziel heiß District Six Museum, inmitten des District Six einem ehemaligen Schmelztiegel der Kulturen gelegen.1966 wurden die Häuser der bis dato ethnisch-buntgemischten Einwohner niedergerissen und die Anwohner gewaltsam vertrieben. Das Museum in einer wiederaufgebauten Kirche ermöglicht einen eindrucksvollen Einblick in den damaligen Alltag und die Anti-Apartheid-Bewegung.

Nach dem Ausflug in die Vergangenheit geht es zum Nachmittags-Tee (Wein gibt es später) nach Claremont: Im O’Ways Teacafé gibt es 80 unterschiedliche Sorten Tee, darunter auch den köstlichen Rooibos-Tee. Selbst die Menüs werden mit dem südafrikanischen Nationalgetränk zubereitet, das sich ideal als Grundlage für Süßspeisen eignet. Wer Kaffee bevorzugt, wird hier aber natürlich auch fündig.

Seilbahn zum Tafelberg Wer nach dem Tee noch nicht sofort wieder Hunger hat, der macht sich auf den Weg zum Tafelberg. Das Wahrzeichen der Stadt sollte nicht gerade von Wolken verhangen sein, denn wolkenfrei (mit Wolken siehe Bild unten) ist eine spektakuläre Aussicht über die Stadt garantiert und wer lange genug oben bleibt wird die Sonne untergehen sehen. wolken_table Für den Nachmittag würde ich die Fahrt mit der Seilbahn empfehlen. In nur 12 Minuten bringt einen die sich drehende Kabine nach oben. Vorher noch ein wenig Zeit für die Suche nach einem Parkplatz einplanen (die Parkplatz-Guides helfen hier vorbildlich, Trinkgeld nicht vergessen) und dann geht es ab nach oben. Wer sich sportlich dem Tafelberg nähern möchte, der sollte am frühen Morgen, von Kirstenbosch aus, an einer Wanderung auf den Table Mouintan teilnehmen. Nach 2,5 Stunden ist der (flache) Gipfel erreicht und runter geht es dann mit der Seilbahn. Der Ausflug sollte wenn möglich in vernünftigen Schuhen erfolgen, auch wenn ich schon italienische Touristinnen in weniger berggeeigneten Schuhen gesehen habe (könnten auch Bachelor-Girls gewesen sein).

Nach dem die Sonne sich verabschiedet hat, wird es Zeit für ein gutes Stück Fleisch mit einem noch besseren Schluck südafrikanischen Rotwein. Dazu verlassen wir die Innenstadt und fahren Richtung Hout Bay. Dort befindet sich das Restaurant Tintswalo Atlantic Lodge.

Gastfreundschaft ist hier nicht nur ein Versprechen, es ist eine Selbstverständlichkeit. Sollte eine Reservierung nicht möglich sein, dann gibt es im Hafen von Hout Bay die Möglichkeit in einfacher Atmosphäre, aber sehr lecker, Fisch und Schalentiere zu essen. Dazu passt dann natürlich ein Weißwein von um die Ecke.

Nach einer erholsamen Nach unter dem südafrikanischen Sternenhimmel (ruhig mal nach oben schauen) geht es nach einem köstlichen Frühstück auf in den zweiten Tag.

Nach dem Frühstück geht es mit einem Marktbesuch in der Old Biscuit Mill im südlichen Vorort Woodstock los. Rund hundert Stände mit frischem Obst und Gemüse, einheimischen Gewürzen, internationalen Köstlichkeiten und frisch zubereiteten Leckereien warten auf die Besucher des Neighbourgoods Market.

Mit einer geführten Tour zum Thema Streetart geht es weiter durch Woodstock. Das ehemalige Industriegebiet zieht heute vor allem Studenten und junge Kreative an, die die alten Gebäude und Brauereien in eine moderne Künstlerszene verwandeln. Das Team von A-Word-of-Art bietet spannende Rundgänge und Insider-Einblicke in die ehemalige Arbeitersiedlung.

buitenverwachting_huehner Nach der Markt und Art geht es zu den flüssigen Höhepunkten des Tages. Ein Besuch auf einem der Weingüter rund um Kapstadt ist eine wahre Freude. Wer mehr als 36 Stunden Zeit hat, sollte sich ins Auto setzen und mindestens zwei Nächte in Stellenbosch und Umgebung verbringen um dort die Früchte der südafrikanischen Winzer zu probieren. Für den 36 Stunden-Trip ist ein Ausflug nach Steenberg eine gute Alternative, hier befinden wir uns dann auch auf ganz echtem Bachelorgrund. Jan hat hier seiner Mona die Handfläche gehalten, oder was auch immer. Wein getrunken haben Mona und Jan dort auch und Holz gehackt, aber dies ist ein verzichtbarer Teil des Programms. Mehr Zeit für den Wein schadet nicht. Wer seinen Tag ohne Bachelorspuren verbringen möchte, der sollte nach Constantia oder Buitenverwachting fahren. Das Weingut Buitenverwachtig bietet neben Spitzenweinen ein Picknick der Extraklasse und freilaufende Hühner. Da Buitenverwachting, Klein-Constantia und Groot Constantia alle nicht sehr weit von einander entfernt liegen, ist es möglich alle drei Vineyards an einem Tag zu entdecken, aber dann bitte mit einem Fahrer, denn es wäre eigentlich eine Sünde diese Weingüter anzufahren und keinen ihrer Tropfen zu probieren.

Wer am ersten Tag vom Tafelberg aus keinen Sonnenuntergang sehen konnte, der sollte rechtzeitig in Hout Bay oder Camps Bay sein, um mit einem Sundowner in der Hand und Sand unter den Füßen einen Sonnenuntergang down under in Afrika zu erleben. Ein Erlebnis das einem nie wieder aus dem Kopf geht.
sonne_hout_bay
Nach der Romantik ist aber auch in Südafrika vor dem Abendessen und das nimmt man in Camps Bay im Codfather ein, hier gibt es, so wird gesagt, die beste Fischplatte der Stadt. Wer es ganz typisch haben möchte, der kauft sich seine Schalentiere selber, deckt den Tisch und grillt selber drauflos. Grillen ist quasi die Lieblingebeschäftigung der Südafrikaner und wie heißt es doch so schön „Do as the romans do“. Fisch und Schalentiere gibt es ganz frisch am Hafen in Hout Bay und guten Weißwein, naja fast überall.

Dann ist es wieder soweit, die Sterne stehen am Himmel und dann geht es los! Aufbruch ins Partyleben der Stadt. Der Kenner schwankt wenige Meter die Victoria Street entlang zum Café Caprice direkt am Meer. Die Bachelorbabs würden hier Party machen, denn das Café gilt als Hotspot für heiße Partynächte.

Wenn dann die letzte Rose vergeben ist und der nächste Morgen anbricht, dann geht es raus aufs Wasser. Die ganz mutigen Besucher gehen im Käfig mit den Haien schwimmen, es reicht aber auch eine Paddeltour entlang der Kanäle von Capetown zu unternehmen. Der Tafelberg grüßt noch einmal und die V & A Waterfront winkt zum Abschied. Wer in Kapstadt keine Rose bekommt muss nicht traurig sein, denn eine Liebe nimmt jeder mit, die Liebe zu Kapstadt und deshalb kommen die meisten auch wieder und brechen dann auf, den Rest von Südafrika zu entdecken.

Infobox:
www.districtsix.co.za
Tee trinken
www.tablemountain.net
Steak
www.theoldbiscuitmill.co.za
Kultur pur
Holz hacken und Händchen halten
Hühner gucken und Wein trinken
Klein und Groß – Constantia
Fisch und Schalentiere für den Grill
Fischplatte in Camps Bay
Partycafé
Paddeln
Wiederkommen
Südafrikanischen Wein kaufen

Der Text entstand mit Unterstützung von KPRN network GmbH.

2 Kommentare

  1. Selten so einen Schmarrn gelesen.

  2. Eine etwas differenziertere Aussage würde sicherlich helfen, aber immerhin mal was gesagt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.