Markt & Wirtschaft

Was ist mit Riester los?

Am Wochenende überraschte mich die Sonntagszeitung der Frankfurter Allgemeinen mit einem kleinen, aber interessanten, Schaubild. Dort konnte ich das ablesen was bereits vor einigen Tagen in der F.A.Z. zu lesen gewesen ist: Wir legen kein Geld mehr für die Altervorsorge zurück, bzw. so wenig wie kaum zuvor. Die Deutschen haben wenig Lust auf Riester, nur noch 22% meinen es würde sich lohnen, vor vier Jahren sind dies noch 38% gewesen. Allensbach hat 1.600 Menschen in Deutschland befragt und somit ist die Antwort repräsentativ und nicht wirklich weg zu diskutieren. Dabei ist eine Riesterrente keine schlechte Sache, es kommt wie so oft im Leben auf die Situation des Einzelnen an und hier hilft es einmal die individuelle Situation durchzurechnen. Riesterrenten-Rechner sind hier wirklich hilfreich.

Die FAZ schreibt u.a. über die Geldanlage in Betongeld, also Haus und Hof statt Papiere auf der Bank oder der Versicherung:

Hoch im Kurs als Vorsorge im Alter stehen der Umfrage zufolge Immobilien. Jeder dritte Berufstätige, der seine Altersvorsorge erweitern wolle, plane den Bau oder Kauf eines Eigenheims. Das sei gut ein Viertel mehr als in der ersten Postbank-Umfrage zum Thema Altersvorsorge im Jahr 2003, erklärte das Finanzinstitut. Das Ansehen der 2002 eingeführten staatlich geförderten Riester-Rente dagegen ist stark gesunken: Nur noch 24 Prozent sehen darin eine „ideale Form der Alterssicherung“. Vor fünf Jahren waren es laut Postbank noch 31 Prozent gewesen.

Es ist sicherlich richtig, dass sich aufgrund der Meldungen über die Konjunkturerwartungen die Sparquote verringert und die Deutschen aktuell lieber ihr Geld ausgeben und in Sachwerte angelegen, aber auf Dauer ist eine eingleisige Startegier hier sicherlich nicht hilfreich, und auch nicht wirklich zielführend. Ob die Riesterrente die richtige Wahl ist, muss einem nach einer Prüfung, wie mit dem Riesterrechner natürlich selbst überlassen bleiben.

Bei Meldungen wie die der Bundesregierung wonach der Durchschnittsrenter mit 1818 € auskommen kann, sind zwar schön, aber fraglich ist, ob es einem ausreicht.

1818 Euro netto – das ist laut einem Bericht der Bundesregierung derzeit das durchschnittliche Haushaltseinkommen für Rentner, die 65 Jahre oder älter sind. Der Mehrheit der Ruheständler gehe es gut – aber in dem Bericht wird auch vor zunehmender Altersarmut gewarnt

Und wer nicht genügend Kapital für die Geldanlage in Betongeld hat, der sollte dann doch wieder zu einer soliden Versicherung greifen.

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