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Die neue Osthafenbrücke: Eine vertane Chance auf dem Weg zur Greencity Frankfurt

Greencity? Frankfurt hat eine neue Brücke, die Osthafenbrücke. Die Planung für diese Brücke sind fast 100 Jahre alt und wurden erst aus der Schublade geholt, als der Standort der neuen EZB (an der ehemaligen Großmarkthalle) feststand.

Begründet wurde die Brücke mit der fehlenden Verbindung zwischen dem Frankfurter Süden und dem Ostend. Von fehlenden Verbindungen kann eigentlich keine Rede sein, den jeden Tag schaffen es Menschen von der südlichen Mainseite zur nördlichen Mainseite und sogar bis ins Ostend.

Zurecht hatte die Stadt Offenbach Bedenken geäußert, weil der Kaiserleikreisel für die neuen Verkehrsströme nicht ausgelegt ist, und mit einer Klage gedroht. Frankfurt konnte dies abwenden, weil nun Frankfurter Geld den Umbau des Kaiserleikreisel zu zwei Ampelkreuzungen unterstützt.

Es gibt nun auf der nördlichen Mainseite auf Höhe der EZB eine tolle neue Infrastruktur für den Individualverkehr, gleichzeitig verrottet der Ostbahnhof, von dem Reisende in fünf Minuten, zu Fuß, die EZB erreichen könnten.

Über den Bau einer nordmainischen S-Bahnlinie wird geredet, aber so richtig passiert nichts, weil es am Geld fehlt. Die Kombination Aufwertung des Ostbahnhof und Bau einer nordmainischen S-Bahnlinie hätte dem öffentlichen Nahverkehr einen ordentlichen Schub geben können, vor allem dann, wenn die Planer so weitsichtig gewesen wären und diese beiden Komponenten mit einer neuen Streckenführung für eine zusätzliche S-Bahnlinie verbunden hätten.

Vom Flughafen, über den Südbahnhof zum Ostbahnhof, mit Anschluß nach Hanau. In 25 Minuten vom Flieger zur EZB, ohne Umweg über den Hauptbahnhof. Mit dem PKW wird dies wohl kaum zu machen sein, aber dennoch haben Politiker lieber 42 Millionen € in eine neue Brücke investiert, anstatt über intelligente Verkehrskonzepte nachzudenken.

Frankfurt möchte so gerne Greencity sein, aus meiner Sicht wird das nichts, auch wenn im Parlament die Grünen schon vertreten sind und wichtige Positionen in der Verwaltung innehaben. Grün als Gesinnung reicht nicht aus. Worten müssen Taten folgen und die heißen meiner Meinung nach – Förderung des öffentlichen Nahverkehrs – und nicht „schaffe, schaffe, Strässle baue„.

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