Mainhatten Politisches

Rhein gut für die Stadt am Main

Nach der ersten Rund der Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt rieb ich mir verwundert die Augen, denn ich hatte eher damit gerechnet das sich einer der Kandidaten die auf das populistische Thema Landebahn Nord gesetzt hatten, in das Feld der +20% Kandidaten hätte vorkämpfen können. Damit hätte das Thema mehr Gewicht in der Endrunde am heutigen Tag gehabt.

Nun zeigt sich aber das unsere Stadt am Main noch andere Themen bewegen als die Lärmbelästigung der Bewohner in einigen Bereichen von Sachsenhausen. Auch wenn einem der Lärm der neuen Landebahn als das Thema des Wahlkampfs vorkam, so ist dies wohl nicht der Fall bei der Entscheidung für die Wähler in den anderen Stadtteilen gewesen und bei realistischer Betrachtung kann es noch nicht einmal in ganz Sachsenhausen eine Rolle spielen.

Auch wenn sich mehrere große Gruppe aus dem größten Frankfurter Stadtteil diesem Thema sehr aufmerksamkeitsstark gewidmet haben, so ist es doch eher eine Randgruppe in FFM.

Eventuell zum größten Teil nun ehemalige CDU-/FDP-Wähler die nun eine andere Alternative suchen, aber der Bornheimer oder Westendler wird seine Stimme nicht im Solidareffekt gegen den Flughafen abgegeben haben, denn die Nähe zum Flughafen schätzen die meisten Bewohner von Frankfurt dann wohl doch, nur wenn die Nähe 700m über dem eigenen Heim stattfindet wird der Fraport zum Hassport.

Der Kandidat der SPD wird gegen den Flughafen wenig ausrichten können, denn er würde der OB einer schwarz-grün regierten Stadt und könnte wohl noch weniger tun als es ein CDU-OB kann.

Boris Rhein ist nicht der Kandidat der Herzen, dazu ist seine Wahlkampagne zu selbstsicher und überheblich rübergekommen, aber der spießige Feldmann der seinen Wählern mit hochgekrempelten Ärmeln neben Billyregalen den Eindruck des Machers vermitteln wollte, ist nun auch keine Lichtgestalt.

Daher muss aus meiner Sicht der Mann mit dem anderen Flußnamen der OB für Mainhatten werden. Er hat aus seiner bisherigen politischen Tätigkeit bessere Verbindungen in die Landespolitik und die breitere Unterstützung im Parlament, darauf wird es ankommen, wenn etwas gegen den Lärm getan werden soll. So realistisch muss der Wähler wohl heute denken, auch wenn es einem schwerfällt. Das Netzwerk des OB wird der Stadt am Ende mehr bringen als die saubere politische Argumentation eines Herrn Feldmann.

2 Kommentare

  1. 36% wahlbeteiligung lassen jetzt nicht unbedingt auf ein übermäßiges interesse der Frankfurter schließen. Bei der Stichwahl wird die 30%-Marke wahrscheinlich noch unterboten. ist halt ein bisschen die wahl zwischen pest und cholera… da hängt nicht viel herzblut am ergebnis

  2. Was für ein schöner Wahlsonntag.

    Boris Rhein hat stellvertretend für die hessische CDU und Petra Roth endlich die Quittung für die verlogene Positionierung zum Flughafenausbau bekommen. Mit Rhein, Roth und dem rechtskonservativen Landesverband der CDU – der sich irreführend christdemokratisch nennt – wäre das nicht der letzte Ausbau gewesen, die an den dahinsiechenden FRAPORT angebaut worden wäre.

    Bouffier, Rhein, Merkel und Konsorten sollen sich endlich in ihre Versorgungspöstchen verpissen und wieder Menschen an die Macht lassen, die die nicht derentwillen einnehmen, sondern im Namen des Volkes, und um dessen Nutzen zu mehren – anstatt den eigenen Wohlstand, und den ihrer Freunde.

    Christlich und Demokratisch – das ich nicht lache.

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