Markt & Wirtschaft

Braucht Deutschland Strom aus dem Ausland, oder liefern wir Strom ins Ausland?

Irgendwie ist das sehr widersprüchlich was es bei Spiegel Online zu lesen gibt.

In einem Artikel vom 08. Februar 2012 heißt es u.a.: Deutschland exportiert stündlich mehr als 3000 Megawatt Strom. Hauptsächlich geht dieser Strom wegen der Kältewelle nach Frankreich, denn dort wird in den meisten Haushalten mit Strom geheizt.

Nun einen Tag später hat sich die Lage plötzlich total geändert und wir kaufen nun also Strom aus Österreich ein: Der Atomausstieg belastet die deutschen Stromversorger ohnehin, jetzt kommt noch die Kältewelle hinzu. Schon zum zweiten Mal in diesem Winter mussten die Netzbetreiber auf Notreserven zurückgreifen und Strom aus Österreich zukaufen.

Ein wenig entsteht der Eindruck der Spiegel wollte den vorschnellen Ausstieg aus der Atomenergie mit dem Artikel vom 08.02.2012 gutheißen und aufzeigen wie gut es um die deutsche Stromversorgung, auch ohne Atomstrom, steht. Einen Tag später wurde der Spiegel aber dann offenbar von der Realität eingeholt.

Wobei auch die FAZ gestern noch in einem Artikel auf die Exporte nach Frankreich hingewiesen hat, aber heute noch nichts über Importe aus Österreich geschrieben hat. Evtl. findet hier auch nur eine Stromveredelung statt, aus günstigem Strom aus Österreich wird teurer Strom aus Deutschland. Hoffentlich kaufen die Österreicher ihren Strom nicht aus den benachbarten Ostatommeilern, so würde aus Ostblockrisikostrom am Ende noch deutscher Biostrom.

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