Persönliches

Tschöö 2011 – Hallo 2012

Wieder ein Jahr rum und neue 365 Tage klopfen bereits ganz heftig an die Tür. In diesem Jahr darf das neue Jahr übrigens lauter „Hallo“ rufen, denn durch die europäischen Richtlinie 2007/23/EG darf auch in Deutschland mit bis zu 500g Schwarzpulver in Böllern geballert werden. Damit passen sich die europäischen Feuerwerker den Bankern an, denn die haben es in 2011 bereits auch richtig krachen lassen und da durfte es auch gerne mal ein Gramm mehr Euros sein, als zuerst bestellt.

Ansonsten sind wir nicht Frauenfußballweltmeisterin geworden, dafür hatten wir in Frankfurt am Main(ufer) einige sehr schöne Tage mit einem gelungenen Showprogramm, wobei sich das neue Jahr 2011 am Main gleich mit einem fulminanten Hochwasser zu Wort meldete, blieb es sonst rund um den Main recht ruhig. Es wurde weniger gegrillt, denn der Sommer fiel wohl noch ins restliche Hochwasser.

Ins Wasser fiel auch die Frankfurter Verdunkelung am 26. März im Rahmen der Earth Hour, denn Frankfurt blieb lieber hell anstatt sich zu verdunkeln.
Verdunkelt wurde dafür gegen Jahresende einiges in Schloss Bellevue, aber das liegt glücklicherweise in Berlin und nicht in Frankfurt, somit musste sich kein Frankfurter Banker zum Jahrhundertkredit unseres Bundespräsidenten zu Wort melden, wobei bei 4% hätte ihm jeder Sparkassenberater noch einen Zinsvorsprung verschaffen können, als Staatsdiener sind 4% eigentlich kein Spitzensatz und somit den ganzen Ärger nicht wert.

Spitzen Sätze müssen wir dafür in 2012 bei den Müllgebühren berappen, mehr als irgendwo anders in Germanien müssen wir für die Entsorgung unseres Drecks zahlen, dabei machen wir doch schon deutlich weniger Dreck, z.B. rund um den Friedberger Platz. Neuerdings eine befriedete Zone, nachdem am Anfang des Jahres der Kampf der Generationen um den freien Raum tobte. Da wehrten sich ganz alte Grüne, die früher möglichst viel Freiraum haben wollten, gegen die junge und liberale Partyjungend der Großstadt die sich überhaupt nicht an die Auflagen des schwarz-grünen Ordnungsblocks aus dem Römer halten wollten.

An die Anweisungen der Römerregierung hielten sich auch die Kicker der Eintracht nicht und stiegen auf das Niveau des FSV ab. Welche deutsche Großstadt hat schon zwei zweitklassige Bundesligamannschaften, der Trend geht eben zum Zweitverein, da sind die Derbys auch schöner.

Dafür durfte Frankfurt im Konzert der großen Bilder mitspielen, egal ob sich Sarkozy plötzlich in der Alten Oper tummelte, oder die EZB zum Symbol der Krise des Euros wurde, immer wieder Frankfurt.

Frankfurt wird wie New York occupied und ist damit dem großen Vorbild nahezu ebenbürtig, das hoffen auch die Börsianer der Deutsche Börse AG, die sich gerade nach Big Apple einkaufen.

Und 2012 wird es sicherlich wieder ganz kuschelig in der kleinsten Metropole der Welt, wenn wir die EM in Polen gewinnen, wieder am Main chillen und grillen und uns im März gegen den Fluglärm und mehr Ruhe im Boot entscheiden ohne dabei die wirtschaftlichen Interessen der Stadt zu vergessen 

Und heute Nacht können wir uns alle an den Händen fassen und es wie die Inselbewohner machen:

Gegen Ende des Liedes singen unsere europäischen Nachbarn noch „God save the Pfund“ oder so….

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