Mainhatten

Ist Heidi an allem schuld? Oder warum Frankfurt gut ist, und nicht böse!

Neulich hatte ich einmal wieder eines dieser typischen Gespräche über Frankfurt. Immer wieder geht es dabei darum, dass Frankfurt hässlich, die Menschen grummelig, der Apfelwein furchtbar und überhaupt die ganze Stadt voller Verbrecher ist. Also Frankfurt ist sozusagen die Hölle auf Erden.

Nur wer ist verdammt nochmal schuld an diesen Vorurteilen? Sind wir Frankfurter daran schuld, ist der Apfelwein wirklich so schlimm und sind alle Menschen rund um uns herum drogensüchtige Verbrecher?

Die Quelle allen Übels liegt in der zarten und von allen geliebten Heidi. Wir wissen alle wie lieb und nett Heidi ist. Das liebe Mädchen, welches sich um die arme gehbehinderte Klara aus Frankfurt gekümmert hat.

Nur, wer sich alleine eine der ersten Sequenzen von Heidis Anreise ansieht, der wird erkennen, das dies als schön geschilderte Frankfurt schlimm sein muss, wenn alleine die Anreise schon so furchtbar ist.

Und welches Kind muss nicht vor Frankfurt zittern wenn es sieht wie hoch die Häuser in Frankfurt sind (bei 0,51 in folgendem Film http://www.youtube.com/watch?v=CjfM2Ik0qMY&feature=relmfu)

Das Frankfurter ungehobelte Klötze sind, ist nach den Auftritten von Fräulein Rottenmaier auch keine weitere Frage mehr.

Es sind also nur wenige Sequenzen aus Heidi notwendig und die Hauptschuldige für das Frankfurter Elend ist ausgemacht: Heidi ist schuld, weil sie uns als Kindern ein Bild der Stadt am Main vor Augen geführt, das es so nicht gibt.

Auch wenn Heidi oft an Heimweh litt, wer aber erst einmal hier angekommen ist, der weiß wie schön es hier ist. Die leckeren Schnitzel, der köstliche Apfelwein, die wundervolle Aussicht aus den hohen Häusern auf den dicht bewaldeten Taunus. Frankfurt ist wundervoll, auch wenn Heidi uns in unsere Kinderseelen etwas anderes eingebrannt hat.

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