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Ruhe! Am Freitag soll Feierstille am Friedberger Platz sein

Eines der Thema beim Debattenduell am Donnerstag ist der Markt am Friedberger Platz gewesen und die Entscheidung diesen vom Freitag auf den Mittwoch zu legen.

Wer heute die Frankfurter Regionalpresse liest bekommt noch einmal ein zusätzliches Bild davon, warum diese Entscheidung ein falsches Signal ist.

Es steht außer Frage, dass Gäste des Marktes und des anschließenden Partyhappenings sich an einige Grundregeln des Zusammenlebens halten sollten, aber an Menschen die ihre Notdurft nicht ordentlich verrichten können wird auch ein neuer Wochentag nichts ändern. Wer sich am Freitag nicht benehmen kann, kann es auch am Mittwoch nicht.

Die Vermutung von Herrn Stein die Party würde am Mittwochabend nicht so schlimm ausfallen, weil am Donnerstag noch gearbeitet werden müsse, ist eher ein Beweis seiner Unkenntnis wie heutzutage gefeiert wird und wann, denn eine auf Sachgründen bezogene Entscheidung. Ich vermute eher, dass diejenigen die sich am Freitag benehmen können und wissen wie man vernünftig feiert, am Mittwoch vielleicht wirklich nicht kommen, aber dafür eine neue Klientel den Weg ins Nordend finden könnte.

Zusätzlich beraubt Herr Stein die Marktbeschicker eines Teiles ihrer Einnahmen, wie die FNP heute berichtet, und sorgt sogar dafür, dass manche der jetzt am Markt teilnehmenden Stände einen kompletten Tag verlieren. Am Mittwoch haben viele der Anbieter bereits einen Standplatz auf anderen Märkten im Umland.

Das was am Freitagabend am Friedberger Platz im Nordend passiert ist ein Tropfen auf den heißen (Party)stein im Vergleich zu dem was in Sachsenhausen von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen passiert. Gerade in den vorhochzeitlichen Monaten und Wochen schleppt sich die Plage der Jungesellenabschiede durch die Gassen von Sachsenhausen, angereichert durch viele Touristen und Einheimische ist hier Dauer-Friederberger-Platz-Party, mit den gleichen, oft irritierenden, Auswüchsen denen sich Menschen so hingeben. Bedingt durch eine gute Polizeipräsenz und genügend Reinigungskräfte wird dies aber in einem vernünftigen Rahmen gehalten. Diese Maßnahmen sollte die Frankfurter Stadtverwaltung doch in der Lage sein, auch an einem Abend in der Woche in einem Stadtteil umzusetzen.

Die Beschwerden der Nachbarn müssen gehört werden und beachtet werden, aber zu einer Stadt wie Frankfurt gehören auch solche Feierlichkeiten wie das was am Friedberger Platz geschieht. Wer sich seine Wohnung in einem hippen Stadtteil sucht, muss sich nicht wundern wenn andere diesen Stadtteil auch gut finden und dort auch mal feiern.

Das im Nordend gerade die zweite Generation der Grünen sich schick einrichtet und teilweise die schärfsten Maßnahmen gegen den Markt aus dieser Ecke gefordert werden, würde wohl den ehemaligen Nordendgrünen die noch mit der RAF über dem Harveys übernachtet haben aufzeigen wo der Weg durch die Institutionen enden kann: Im Rathaus und aber auch auf dem kleinen Spießerbänkchen.

Der Markt sollte am Freitag weiter bestand haben, die Stand ihrer Kontrollfunktion nachkommen und Entgleisungen von Besuchern ahnden. Dann noch ein paar Toiletten zusätzlich aufstellen und ich bin mir sicher es würde vieles in besseren Bahnen verlaufen.

Bei Twitter gibt es aktuell nicht sehr viele Meldungen zum Thema, aber wer dran bleiben möchte, der wird hier fündig.

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