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Da blieb es hell: Der Earth Hour Reinfall in Frankfurt

earth hour reinfall 2011 in frankfurt

Groß hatte Frau Rottmann die Earth Hour für Frankfurt angekündigt. Um 20.30 Uhr sollte die leuchtende Metropole, die sich gerne im hellen Kleid des Lichts zur Luminale präsentiert, dunkel werden.

So stand ich dann, wie noch einige andere Frankfurterinnen und Frankfurter, auf einer der Mainbrücken und wartete auf den großen Moment.

Dann, relativ pünktlich um halb neun gingen am Dom und an der Paulskirche die Lichter aus. Einige Fenster in den Banken verdunkelten sich, aber dann geschah nichts mehr.

Wie hieß es so vollmundig auf der Webseite der Stadt Frankfurt:

Rottmann ist begeistert, wie viele Firmen und Institutionen sich an der Earth Hour beteiligen. „Am 26. März wird sichtbar werden, wie stark der Klimaschutz schon in Frankfurt verankert ist. Die Earth Hour zeigt: Klimaschutz geht alle an, und keiner muss die Aufgaben ganz für sich alleine lösen, es gibt schon ein starkes Netzwerk.

Aus meiner Sicht ist die Earth Hour in Frankfurt gescheitert, denn was nutzt es wenn der Dom und die Alte Oper mal die Lichter ausknipsen, aber Wahrzeichen wie der Messeturm, die Commerzbank und andere Hochhäuser der Stadt so hell leuchten wie immer.

Auch die Beleuchtung der städtischen Brücken blieb an, was für ein klares Zeichen hat die Stadt denn da gesetzt?

Ich vermute einfach mal, dass die zuständigen Hausmeister in den vielen Unternehmen die zugesagt hatten lieber der Nationalmannschaft zugesehen haben und dabei einfach den Stromschalter vergessen haben.

Frau Rottmann hat als Politiker einmal mehr bewiesen worauf es im politischen Geschäft ankommt: Ankündigungen vollmundig machen, aber Taten müssen nicht unbedingt folgen. Oder warum konnte die Stadt nicht einmal das Ausschalten der Beleuchtung am Literaturhaus, den Mainbrücken und bei einigen Leuchttürmen des Lichts (Banken) in die Tat umsetzen? Sicherheitsrelevant können die ja wohl nicht alle gewesen sein!

earth hour reinfall in frankfurt 2011 bild

An den Twitterfeeds zur #earthour ist auch ganz gut zu erkennen wie uninteressant das Thema im atombewegten Deutschland ist. Aber selbst Peter Lustig wusste ja schon wie schwer das mit dem „Abschalten“ ist.

2 Kommentare

  1. Bei mir war es dunkel, da ich gar nicht zu Hause war. 😉

    Spaß beiseite: Wenn großmundig in der Ankündigung von 100 Gebäuden die Rede war, dann hätte ich mit einem anderen Ergebnis gerechnet.

    Scheinbar muss es etwas Medienwirksameres als den Klimaschutz wie z.B. 2006 die SkyArena geben, damit auch die versammelten Hochhäuser bei einer Aktion mitmachen.

  2. Ja, und nicht zu vergessen: Eine nicht erleuchtete Commerzbank ist kein Werbeträger mehr, sondern nur noch ein Darstellung der Wahrheit – Ein dunkles Gebäude das nur überlebt weil der Steuerzahler viel Geld reingepumpt hat 🙂

    Dann lieber mehr Schein als Sein!

    Gerade die hell erleuchtete Commerzbank ist für mich das Symbol des Scheiterns, denn wenn dieses Gebäude seine Beleuchtung ausgeschaltet hätte, dann wäre es ein weithin sichtbares Zeichen gewesen.

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