Buch und eBook

Hurenmorde in Offenbach & Liebesgesäusel einer Staatsanwältin

In Offenbach sterben innerhalb kürzester Zeit zwei Edelhuren und eine Bordellprostituierte, für den Offenbacher Ermittler Peter Brandt im neuen Roman von Andreas Franz eine echte Herausforderung, denn der Mörder geht extrem brutal vor und die Abstände zwischen den Morden werden immer kürzer.

Dies ist die schnelle Zusammenfassung von Teufelsleib, dem vor wenigen Tagen neu erschienen Roman von Andreas Franz.

Diesmal hat Franz sich in ein Milieu begeben in dem es im viel Geld geht und Diskretion Ehrensache ist, dass diese Diskretion für die Damen aus dem horizontalen Gewerbe allerdings auch viele Gefahren birgt macht sich Franz zum Aufbau seines Spannungsbogens zu nutzen.

So wird der Leser in eine Welt entführt in der aus einer einfachen Putzfrau ein männermordendes Vamp mit Luxuswohnung im Frankfurt Westhafen und dem passenden Luxusgefährt wird, während die liebe Familie daheim auf Hartz IV darbt. Putzfrauen mit einem Bankschließfach bei Privatbanken sind eben selten.

Im Roman Teufelsleib wimmelt es geradezu von einfachen Frauen die sich mit ein wenig Sex und Begleitserviceangeboten ein fettes Vermögen erschlafen, bzw. einfach so mit nett sein erarbeiten.

Am Rande hebt Franz den moralischen Zeigefinger, denn alle Damen die gemeuchelt werden sind brave Kirchgängerinnen und der Pfarrer hat auch ein Geheimnis, so scheint es.

Die dunkle Seite des Menschen nach außen kehren ist die Spezialität von Andreas Franz, ob er es in seinen Julia Durant Romanen tut, oder wie aktuell bei seinem Offenbacher Ermittler Peter Brandt, immer nimmt er seine Leser mit auf eine Reise in nicht gekannte Abgründe.

Teufelsleib spielt zur Enttäuschung für alle Offenbachfans (die der Stadt nicht des Vereins) aber auch zu einem großen Teil in der großen Nachbarstadt. Denn ohne das Geld der Frankfurter könnten die Offenbacher Escortdamen und Prostituierten nicht so gut über die Runden kommen.

Neben dem sehr detailliert geschilderten Ausflug ins Rotlichtmilieu Deluxe bietet Andreas Franz noch eine schöne Nebenhandlung auf; sein Ermittler Brandt und die attraktive Staatsanwältin dürfen ihren Liebe zueinander auf allerbesten Pilcherniveau ausleben. Da trieft es nur so von Verständnis und Zuneigung, dass selbst mancher überzeugte Pilcherleser glauben könnte die Straßen von Porthkerris hätten sich selber nach Offenbach versetzt. Etwas weniger Schmalz hätte hier vielleicht nicht geschadet, aber bei so viel Blut und Hass ist ein ausgleichendes Element aber auch ganz gut.

Teufelsleib ist für alle Franzfans ein Muss und wer Frankfurt und Offenbach als Schauplatz für bizarre Morde an Huren erlesen möchte, der sollte sich nun auf den Weg in die Buchhandlung seines Vertrauens machen.

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