Buch und eBook

Mädchenfänger von Jilliane Hoffman

Was mag es schlimmeres für Eltern geben als den Verlust eines Kindes?

In „Mädchenfänger“ dem vierten Buch der ehemaligen Staatsanwältin Jilliane Hoffman wird das oben beschriebene Szenario auf die Spitze der seelischen Grausamkeit getrieben. Fast derart perfekt, dass der Lesende die Seelenqualen des FBI-Agenten Robert Dees am eigenen Leib zu spüren scheint.

In „Mädchenfänger“ geht es um die Gefahren die im Internet schlummern, die nahezu unkontrollierbare Krake der Verlockungen für Menschen in jedem Altersabschnitt.

Auch wenn es vordergründig und hauptsächlich um kranke Menschen geht die sich in Foren für Kinder und Jugendlichen tummeln um mit ihnen in Kontakt zu kommen und sie später zu missbrauchen und zu töten, auch das nahezu unbegrenzte Angebot an Perversität an inzwischen schon fast als normal einzustufenden Angeboten spielt eine Rolle.

Ein Unbekannter gibt sich als Jugendlicher aus und versucht so mit jungen Mädchen in Kontakt zu kommen, sie auszuspionieren und sie dann einzufangen und zu quälen. Dieses Horrorszenario begleitet Agent Dees bei seinen Ermittlungen auf grausige Weise, denn seine eigene Tochter ist bereits nahezu seit einem Jahr verschwunden.

Mit dem Wissen im Nacken, dass ein Wahnsinniger junge Mädchen sammelt, foltert und missbraucht muss Agent Dees die Ermittlungen in Mädchenfänger führen, eine nahezu unmenschliche Aufgabe.

Nicht nur seine eigene Ehe steht am Abgrund, auch sein Job und sein eigenes Leben sind aus dem Ruder gelaufen und dennoch gelingt es ihm im entscheidenden Moment stark zu bleiben.

Ein fabelhaftes, spannendes und teilweise gruseliges Buch über die Abgründe der menschlichen Seele und den Gefahren des Internet und seinen alltäglichen Verlockungen.

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