Finanzmetropole Evdilos (Ikaria)
Geschrieben von Mainbube am 26. August 2010 | Abgelegt unter Die wundersame Welt der Marktwirtschaft, Mit Meiers auf (Welt)reisen
Bargeld ist fuer verwoehnte Metropolenbewohner (mit Metropole meine ich Frankfurt) irgendwie immer und ueberall am Geldautomaten verfuegbar, oder man zueckt die Karte und schon ist alles erledigt.
Nicht so auf Ikaria, hier gibt es eine ganz klare Bargeldregelung, nix Karte! Bargeld gibt es auch hier am Automaten, aber es gibt eben nicht so viele Automaten. In unserem beschaulichen Oertchen – Armenistis – gibt es zwar einen Rollerverleih (coole Teile), einen Baecker (grossartige Croissants), mehrere Tavernen (lecker Fisch) und ein Internetcafe (Satelit), aber keine Bank.
Banken gibt es in Evdilos und der Inselhauptstadt Agios Kyrikos (schlappe 60km ueber sieben Berge, bei den sieben Geldzwergen eben). Evdilos ist aber so wie Frankfurt nicht die Hauptstadt von Germania ist, nicht die Inselhauptstadt, aber die Finanzmetropole (so wie Mainhatten eben), denn hier gibt es zwei Geldautomaten!
Wichtig ist es, dass diese am besten nicht am Montag aufgesucht werden, weil nach einem langen Wochenende (Faehrankunft am Freitag bis Fahrabfahrt am Sonntag), kann da schon mal kein Geld mehr drin sein.
Nach Evdilos und seinem netten Hafen sind es mit dem Roller nur 35 Minuten (fuer ca. 12km) und schon ist der Bargeldfluss wieder hergestellt. Direkt neben der Filliale der Alphabank ist das Cafe Rififi, hier gibt es die langsamste Bedienung der Welt, aber dafuer ein schattiges Plaetzchen direkt an der Mole und guten Kaffee und vernuenftigen Wein. Evdilos ist somit die Finanzmetropole der Insel, und ebenso wie in Frankfurt gibt es auch hier direkt im Schatten der Geldautomaten eben Lokalitaeten mit schlechtem Personal und ueberhoehten Preisen, aber dafuer einer guten Aussicht!
Keine Kommentare »