Markt & Wirtschaft Reise

Finanzmetropole Evdilos (Ikaria)

Bargeld ist für verwöhnte Metropolenbewohner (mit Metropole meine ich Frankfurt) irgendwie immer und ueberall am Geldautomaten verfuegbar, oder man zueckt die Karte und schon ist alles erledigt.

Nicht so auf Ikaria, hier gibt es eine ganz klare Bargeldregelung, nix Karte! Bargeld gibt es auch hier am Automaten, aber es gibt eben nicht so viele Automaten. In unserem beschaulichen Örtchen – Armenistis – gibt es zwar einen Rollerverleih (coole Teile), einen Bäcker (grossartige Croissants), mehrere Tavernen (lecker Fisch) und ein Internetcafe (Satelit), aber keine Bank.

Banken gibt es in Evdilos und der Inselhauptstadt Agios Kyrikos (schlappe 60km uüber sieben Berge, bei den sieben Geldzwergen eben). Evdilos ist aber so wie Frankfurt nicht die Hauptstadt von Germania ist, nicht die Inselhauptstadt, aber die Finanzmetropole (so wie Mainhatten eben), denn hier gibt es zwei Geldautomaten!

Wichtig ist es, dass diese am besten nicht am Montag aufgesucht werden, weil nach einem langen Wochenende (Fährankunft am Freitag bis Fährabfahrt am Sonntag), kann da schon mal kein Geld mehr drin sein.

Nach Evdilos und seinem netten Hafen sind es mit dem Roller nur 35 Minuten (für ca. 12km) und schon ist der Bargeldfluss wieder hergestellt. Direkt neben der Filliale der Alphabank ist das Cafe Rififi, hier gibt es die langsamste Bedienung der Welt, aber dafür ein schattiges Plätzchen direkt an der Mole und guten Kaffee und vernünftigen Wein. Evdilos ist somit die Finanzmetropole der Insel, und ebenso wie in Frankfurt gibt es auch hier direkt im Schatten der Geldautomaten eben Lokalitäten mit schlechtem Personal und überhöhten Preisen, aber dafür einer guten Aussicht!

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.