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Kleingartenidylle – Es muss nicht immer Gartenzwerg und Fahne sein

Es ist nun bereits fast fünf Jahre her, dass sich der Hessische Rundfunk und das Journal Frankfurt dem Schrebergartenidyll als Thema gewidmet haben. Damals wurde ich sogar zu diesem Thema befragt und später durfte ganz HR-Land hören was ich mir damals zum Thema Schrebergarten gedacht habe.

Hat sich fünf Jahre später etwas an meiner Meinung geändert, habe ich mich selber gefragt.

Es hat sich nichts geändert! Immer noch ist der Schrebergarten eine gute Möglichkeit schnell auszuspannen. Wenn ich darüber nachdenke, dann hat ein Schrebergarten heute etwas von einer kleinen Ferienanlage.

Jeder Garten ist eine individuelle Ferieninsel, wobei nicht vergessen werden darf, dass in einem Schrebergarten auch Obst und Gemüse angebaut werden. Die Kartoffeln und Tomaten, der Rettich und die Bohnen, alle diese Dinge müssen auch gehegt und gepflegt werden.

Wer bei einem Kleingarten nur an faulenzen und grillen denkt, ist leider auf der falschen Route unterwegs. Es bedarf auch einer hohen Bereitschaft Zeit für das Hobby Garten mitzubringen.

Gast in einem Garten sein zu können und nur die Vorteile zu genießen, so wie ich es gerade tue, ist natürlich auch sehr schön. Die Vorzüge liegen dann auf der Hand, es ist möglich die Sonne bei einem kühlen Drink zu genießen. Die Nachbarn halten sich an die Gartenregeln und es gibt keine laute Musik. Sprich es ist auch sehr ruhig, und es fällt einem leicht ein kleines Schläfchen unter dem Apfelbaum zu genießen.

Wie in einer großen Clubanlage ist auch in einer Schrebergartenanlage für Entertainment und Speis und Trank gesorgt. Fast in jeder Anlage der Frankfurter Kleingärten gibt es eine Gartenkneipe, teilweise schon richtige Restaurants mit einer breit gefächerten Pallette an Angeboten.

Entertainment kommt aus den eigenen Reihen der Kleingärtner beim Rosenfest wird der Gemeinschaft gefrönt und auch gerne ein kräftiger Schoppen genossen.

Im Interview mit dem HR kommt auch das Thema Spießigkeit zur Sprache. Es ist klar, dass sich bei einer Ansammlung von Menschen jeder Einzelne auch an die Spielregeln halten muss, denn dann macht auch die räumliche Nähe Spaß und es kommt kein Gefühl auf, dass einem ein Nachbar seine Form der Entspannung oder Anwesenheit aufdrängen will.

Hier hat der Schrebergarten echte Vorteile gegenüber der Ferienclubanlage, denn hier geht es um die Individualiät, für die zum Teil auch ein sehr hoher Preis bezahlt wurde. Im Kleingarten mit seiner festen Spielregeln darf jeder seine Individualität auch ausleben, aber eben in einem vernünftigen Rahmen.

Es ist manchmal wirklich eine Idylle im kleinen Garten.

2 Kommentare

  1. Ich möchte meinen/ unseren Schrebergarten auch nicht mehr missen.

    OK, die Arbeit hört nie auf, doch mit ein wenig Organisationen auch gut im Griff zu bekommen. So wird unter der Woche, nach dem Büro, im Garten weitergearbeitet. So bleibt für das Wochenende nicht mehr so viel liegen und ich kann es mir auf der Liege gemütlich für ein paar Stunden machen oder mit Freunden grillen.

    Doch der absolute Pluspunkt eines Schrebergartens ist das Abreagieren im Garten. Nach einem gestressten Arbeitstag gibt es nichts schöneres als umzugraben (Frühling und Herbst) oder die Pflanzen zu bewässern (im Sommer) oder einfach nur den Pflanzen zuzuschauen wie sie von Tag zu Tag wachsen und immer mehr Früchte tragen – vor allem schmecken die Früchte, alles Bio pur und nicht vergleichbar mit den Supermarkt.

    Wir sollten mal ein Treffen der blogenden Schrebergärtner organisieren und unsere Erfahrungen austauschen 🙂

  2. ..die schreberblogs….

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