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2010 kein Problem mit willenlosen Schwedinnen bei der WM, aber mit HIV!

eine betrunkene schwedin will sex Eine WM in Afrika beschäftigt sich mit den gleichen Themen wie eine WM im Herzen Europas. Als vor vier Jahren der Sommer mit ähnlich miesem Wetter wie in diesem Jahr, die Fans schon bei dem Gedanken an öffentliches Fußballgucken (heute Public Viewing) frösteln ließ, gab es in Schweden die Überlegung die WM wegen der vielen Prostituierten zu boykottieren.

Mein kleiner Blogeintrag im alten Blog sorgte damals für einen wahren Traffictsunami, und auch heute noch ist der Suchbegriff „willenlose Schwedinnen“ ein echter Trafficbringer. Damals hatte sogar die ARD über den geplanten Boykott berichtet. Wie wir alles wissen hat dieser Boykott nicht stattgefunden und auch das Thema Zwangsprostitution im Umfeld der WM versank im Jubel des Sommermärchens.

Damals ein Thema, welches ich eher unter dem Aspekt des Sexskandals als absichtlichen Trafficbringer eingebaut hatte.

In diesem Jahr ist das Thema aber noch viel relevanter als vor vier Jahren in Deutschland, und auch zur jetzigen WM ist es die ARD die sich mit dem Thema beschäftigt. Denn Zwangsprostitution oder gar illegale Prostitution ist in Südafrika ein viel brisanteres Thema als in Deutschland.
Während es in Deutschland noch mir einem lächelnden Auge um Verrichtungsboxen ging, geht es nun um handfeste Themen wie AIDS-Prävention.

logo kickHIVProstitution ist in Südafrika verboten und somit, wie es die ARD berichtet, wird es für Kunden von Huren eher schwierig werden eine legale Anlaufstelle zu finden. Durch die Abdrängung in die Illegalität steigt das Risiko sich vom WM-Urlaub eine Geschlechtskrankheit mitzubringen.

Während wir uns also vor vier Jahren den Luxus leisten konnten dieses Thema im Rahmen der Jubelorgien zu verdrängen ist das Thema in diesem Jahr viel präsenter. Die Initiative kickHIV nutzt dann auch das gesteigerte Medieninteresse im Rahmen der WM im südlichen Afrika um uns alle auf das Thema AIDS in Afrika und seine teilweise verheerende Verbreitung aufmerksam zu machen.

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Bei meinen eigenen Aufenthalten in Kenia und Südafrika wurde wir auch mit dem Thema konfrontiert, denn in fast allen Gegenden mit erhöhter Armut und Arbeitslosigkeit ist AIDS die Hauptgefahr für weiße Touristen, egal ob als Bedrohung bei Überfällen oder wenn dem weißen Mann der Verstand in die Hose rutscht und er auf die Angebote der Prostituierten am Strand oder in den Hotelbars eingeht. Jeder Reiseleiter warnt dann auch seine Gäste vor dieser Gefahr, zumindest wenn es ihm nicht peinlich ist.

Somit möchte ich meinen „lustigen“ Artikel von vor vier Jahren nutzen um auf ein sehr ernstes Thema bei der diesjährigen WM hinzuweisen, wobei der Umgang mit dem Thema HIV-Infektion in Afrika ein Thema ist, was die Menschen dort noch sehr lange beschäftigen wird. Wir können nur als Europäer dafür sorgen, dass die Menschen dort auch Zugang zu Medikamenten bekommen und es genügend Geld für Aufklärungsarbeit gibt.

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