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Tötet das iphone die Kommunikation?

In der S-Bahn sitzend denke ich an ein Gespräch mit Leserin A., diese besitzt kein mobiles Musikabspielgerät und bedauerte neulich, dass die Menschen nicht mehr miteinander reden.

Auf dem Weg zur Maloche, Schule, Uni oder Putzstelle kapseln sich die Menschen ab; so ihre Meinung.

Während ich gerade meine Blicke schweifen lasse und angefangen habe diese Zeilen in mein mobiles Tippgerät einzugeben, stelle ich fest: Es stimmt!

Da sitzen sie alle meine Mitreisende, einige ganz traditionell mit Zeitung (FR, FAZ, FNP, Bild und klar in Mainhatten die FT), einige mit einem Roman (junge Frauen meist mit was vampirigen) und manche mit dem starren Blick in die Morgenleere, welcher einige Stunden später vom Blick in die Leere des Abends abgelöst wird.

Und sehr viele haben einfach Stöpsel in den Ohren, schauen lustig und mal ernst in die Landschaft und bekommen nichts von ihrer Umwelt mit. Keine Durchsagen, keine Fragen, die pure Abkopplung von der Außenwelt.

Frau A. hatte mit ihrer Vermutung recht, die Menschen reden nicht mehr miteinander. Sie schauen sich weniger an und die zwischenmenschliche Ebene der Berufsverkehrs verschwindet zwischen den Hitlisten von itunes.

5 Kommentare

  1. Lieber Mainbube, ich kenne Dich gut genug, um mir Dein Schmunzeln nach dem Veröffentlichen des obigen Eintrags lebhaft vorstellen zu können….

    Solange Deine Blicke noch auf den makellosen Knien der Sekretärin auf dem Platz gegenüber ruhen, ist glaub ich die -zwischenmenschliche Ebene des Berufverkehrs- (klasse!!!) nicht totzukriegen! ;-))

    viele gruesse & bis bald,
    Dein Loisl

  2. Wobei sich gerade im Winter die Blicke auf die zwischemenschliche Ebene oft durch dicken Stoff verhindert sehen. Der Sommer naht sicherlich bald 🙂

    Vorher sollten wir aber mal wieder gemeinsam S-Bahn fahren.

  3. Ich sollte wieder öfters Öffentliche fahren und das Rad stehen lassen… beim Rad fahren trifft man seltener Sekretärinnen – und wenn, dann sind sie zu langsam oder ich zu schnell 🙂

  4. Hi Mainbube, ja, wir sollten mal wieder zusammen S-Bahn fahren. Als Zusatzvorschlag vielleicht noch ab und an mal anhalten und irgendwo einkehren!!! Venden, komm doch auch mit.
    bis demnächst, Aloisius

  5. Lieber Frater,

    da bin ich doch dabei – auch im Winter. Nach dem dritten 4er-Bembel kann man dann auch die Phantasie schweifen lassen, egal wie dick der Stoff dann auch ist 😉

    Gruß,
    Venden

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