Mainhatten

Der Ereignisfilm zum Tief: Die Taunuslawine

Passend zu den vielen Eventmovies die auf uns herabgesendet werden, hat Mainbube Filmproduktionen nun ein Drehbuch für den aktuellsten aller Ereignisfilme auf den Tisch bekommen.

Der Ereignisfilm zu Tief Daisy: Die Taunuslawine

Ein Ausriss des Plots hier weltexklusiv bei meiersworld.de.

Tagelang hatten die Medien vor einer Schneekatastrophe wie im Winter 78/79 gewarnt, Winterdienste kratzten bereits ihre letzten Salzvorräte zusammen, aufgeregte Fernsehteams von Morningshows begleiteten Angestellte von Räumdiensten bei ihren Vorbereitungen auf das härteste Bibberwochenende des neuen Jahrzehnts.

Wetterexperten machten sich quer durch die Republik bereit für brutalst mögliche Außenaufnahmen von Schneeverwehungen und vereisten Landebahnen auf Flughäfen. Langsam kroch die extreme Wetterfront aus dem Mittelmeer, vollgesogen mit feuchtwarmen Wasser, gen Norden, am Brenner konnten sich die Zuseher des Morgenmagazins vom ordnungsgemäß einsetzenden Katastrophenschneefall in Tirol (5 cm in ca. sechs Stunden) überzeugen.

Der richtige Zeitpunkt für Familie Neubacher aus Sulzbach im Taunus nach einem Blick aus dem Fenster (leicht bewölkt, teils sonnig, – 5 Grad) sich warm anzuziehen und mit den Zwillingen Alexandra Leonie und Jessica Julanda zu einer Rodelpartie gen Feldberg aufzubrechen. Der winterbereifte SUV der Familie stand wintergerüstet im Carport der glücklichen Familie. Mutter Angelika arbeitete seit einigen Wochen wieder bei einer Frankfurter Bank als Halbtagsanalystin und Vater Gregory (aufgewachsen in Namibia bei einer deutschstämmigen Famersfamilie die ihn nach dem Tod des Vaters und der Mutter auf der Farm wie einen eigenen Sohn großgezogen haben) für eine international tätige Anwaltskanzlei.

Gleichzeitig mit Familie Neubacher macht sich der Angestellte der Straßenreinigung Oberursel Mahmut Özcalan und sein Kollege Manfred Stink fertig für ihre Schicht. Manfred spürt schon über längere zeit ein ziehen im Bein und ahnt Böses, während Mahmut nichts anderes im Kopf hat als eine Party seiner Schwester Büsra bei der er endlich seine anatolische Halbnichte Selma wiedersehen wird. Manfred Stink grummelt an diesem Tag über die Sparschweine im Rathaus und das früher immer genug Salz dagewesen sei, obwohl die Winter härter und schneereicher gewesen sind. Mahmut lacht nur und meint in der Heimat sei es noch kälter aber da würde keiner Salz streuen. Manfred und Mahmut verlassen gegen 09.15 Uhr das Gebäude und machen sich auf den Weg Richtung Hohemark.

Auf dem Feldbergplateau machen es sich die beiden ehrenamtlichen Bergwachtshelfer Marcel Teuslinger und Jan Kaiser gerade noch einmal nach einer ruhigen Woche gemütlich und frühstücken. Der Wetterbericht kündigt Schneefall an starke Winde an. Die Bergwachtzentrale kündigt für das Wochenende eine verstärkte Mannschaft auf dem Feldberg an. Auch das Rote Kreuz will zusätzliche Kräfte schicken. Marcel und Jan, freuen sich auf ihre Ablösung gegen 16.00 Uhr und genießen ein Kippchen vor der Hütte.

Der Vormittag brachte erste Schneefälle im Süden Deutschlands und im Norden der Republik wurde angeraten sich mit Nahrung für mindestens vier Tage einzudecken. Beide schüttelten den Kopf.

Am frühen Nachmittag hatten Manfred und Mahmut bei langsam einsetzendem Schneefall ihren Job erledigt und gönnten sich eine kleine Pause. Familie Neubacher stapfte Richtung Fuchstanz und freute sich auf einen schönen heißen Glühwein. Während Alexandra und Jessica sich von ihrem Vater auf dem Schlitten ziehen ließen, fotografierte Mutter Angelika die wunderschöne Schneelandschaft. Als sie vor einer Tanne stehen blieb und diese ablichtete spürte sie plötzlich einen kräftigen Wind im Rücken und wurde von der Tanne eingepudert als diese ihre weiße Pracht dem Wind opferte. Angelika schaute überrascht Richtung Frankfurt und sah eine große Wolkendecke auf den Taunus zurollen.

Zur gleichen Zeit ereigneten sich im Frankfurter Stadtgebiet schon einige Unfälle, da trotz Vorwarnung dennoch viele Autofahrer mit Sommerreifen unterwegs waren, der nun doch heftig einsetzende Schneefall bedeckte die Straßen der Großstadt am Main recht zügig und sorgte innerhalb von kurzer zeit für ein kleines Chaos. Rund um das Frankfurter Kreuz bemühten sich die Winterdienste um einen reibungslosen Ablauf. Bahn und Flugverkehr rollten mit leichten Einschränkungen.

Manfred und Mahmut machten sich auf den Weg zurück, an ihrem Streufahrzeug stellten sie fest, dass es nicht mehr ansprang. „Verfluchte Sparschweine bei der Verwaltung“ rief Manfred Mahmut entgegen. „Die Einsparung des Dieseladditivs ist keine gute Idee gewesen“ meinte Mahmut.

Der Schneefall nahm zu und Manfred hörte plötzlich ein unheimliches Rauschen.

Bei der Bergwacht fing das Funkgerät an sich zu melden, Marcel und Jan dämmerte es langsam, dass es mit dem ruhigen Nachmittag nichts mehr würde, als ein Windstoß ihnen eine Riesenladung Schnee vor die Hütte transportierte und die ersten Sommerwanderer bei ihnen um Hilfe baten.

Innerhalb weniger Minuten fing ein Schneesturm an, welchen die beiden Berghelfer so noch nicht erlebt hatten.

Lesen Sie im zweiten Teil wie Marcel und Jan zu wahren Helden werden und Gregory die Erfahrung der Wüste im Schneechaos einsetzen kann um seine Familie zu retten.

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