Politisches

Sich einmal auf unterhaltsame Weise mit Politik beschäftigen: West Wing statt Guido

Es sieht so aus, als ob wir eine neue Regierung haben. Angi macht die Oberturnerin und der liebe Guido macht den Außenbuben. Der Rest des Teams besticht nicht gerade durch eine wahnsinnige Kompetenz in vielen Dingen, aber wir sind es gewohnt in Deutschland nicht immer von Experten regiert zu werden. Das geht nicht nur uns so, auch in anderen europäischen Ländern ist die Zusammensetzung von Regierungen eher eine Frage der Parteinetzwerke, denn einer Frage der Qualifikation.
Darüber zu klagen ist mühselig, denn egal welche Partei die Regierung anführt, es wird selten zu einer kompetenten Besetzung von Positionen kommen.

Einblick in die Politik und wie Politik gemacht wird, kann nur bekommen wer in die Politik geht. Menschen die dies getan haben, sind oft verzweifelt und sind schon auf der kommunalen Ebene gescheitert. Weil es oft Menschen mit dem Willen zur Veränderung gewesen sind, aber die Vertreter der Machterhaltungsposition schafften es meistens die engagierten neuen Politiker zu enervieren.
Eine andere Methode ist sich Serien oder Dokumentationen anzusehen, leider gibt es nur wenig gute Serien über Politik. Die Amerikaner schaffen es immer wieder, ihren Präsidenten serienmäßig in Position zu bringen. West Wing ist eine dieser Serien; witzig und gut gemacht.

Wikipedia schreibt über West Wing:

Die Serie handelt vom Alltag des amerikanischen Präsidenten Josiah „Jed“ Bartlet, seiner Familie und seines Beraterstabs.
Wichtiger Bestandteil der Serie ist die Darstellung der Diskussionen und Entscheidungsprozesse innerhalb des engsten Stabs des Präsidenten. Folgerichtig steht auch nicht ausschließlich die Rolle des Präsidenten im Mittelpunkt, sondern neben dem Stabschef Leo McGarry und seinem Stellvertreter Josh Lyman die Pressesprecherin C.J. Cregg, der Kommunikationsdirektor Toby Ziegler und dessen Stellvertreter Sam Seaborn. Für die „einfachen Angestellten“ im Weißen Haus stehen stellvertretend Charlie Young als persönlicher Assistent des Präsidenten und Donna Moss, Lymans Sekretärin.

Kritiker loben den Wortwitz der Drehbücher, die realistische Darstellung der Entscheidungswege einer amerikanischen Regierung, sowie die aktuelle Relevanz und die filmische Umsetzung. Kritisiert wird bisweilen die Dominanz einer Ideologie die aus us-amerikanischer Perspektive linksliberal ist, was bei einer Serie über eine demokratische Präsidentschaft allerdings unumgänglich ist.

In Deutschland ist so etwas nicht möglich, bei uns wird immer versucht den erhobenen Zeigefinger dem Bürger vorzuhalten. Die Amerikaner mögen uns manchmal als etwas komisch erscheinen, wenn es um ihre Politik geht. Kleinkariert und trotzdem der Weltsheriff. In Deutschland können wir nicht lachen, wenn es um Politik geht, weil wir uns lieber ärgern, statt uns einmal für 40 Minuten auf unterhaltsame Weise mit Politik zu beschäftigen.

1 Kommentar

  1. Da mache ich mal einen Testeintrag!

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