Markt & Wirtschaft

Bezahlung auf Performancebasis?

Oft werden Webseiten gefragt ob sie nicht mit einem Unternehmen auf Performancebasis abrechnen möchten, hinter diesem netten Ausdruck der Leistungsabrechung steckt oft einfach die Verlagerung des kaufmännischen Risikos für ein Produkt auf den Werbeträger. Damit ist nicht mehr der Anbieter eines Produkts alleine für den Verkaufserfolg eines beworbenen Produkts verantwortlich. Er nimmt vielmehr den Anbieter einer Webseite mit ins Boot. Eine Webseite zum Thema Keniaurlaub wird gebeten einen Banner mit der Werbebotschaft eines Reiseveranstalters auf seiner Webseite zu platzieren. Dies kling auf den ersten Einwurf hin logisch, eine Reiseseite zum Thema Kenia mit einem Banner zum Thema – Keniarundreisen -. Für jede gebuchte Reise soll der Webseitenbertreiber eine Summe XY von der Reisesumme bekommen. Ein schöne Idee, der Webseitenbetreiber hatte aber nie die Absicht Reisen zu vermitteln, hätte er dies gehabt, dann hätte er ein Reisebüro aufgemacht!

Nun der Webseitenbetreiber lässt sich trotzdem auf den Vorschlag ein und am Ende des Tages stellt er fest, dass er keinen Penny in seiner Kasse von dem Reiseanbieter hat. Der Anbieter sagt die Nutzer auf seiner Seite sind nicht affin genug. Der Betreiber der Seite klickt am Abend einmal auf den Banner und sieht:

performnacebasiertes marketing, manchmal geht es dank der technik in die hose

Nun hat der Webseitenbetreiber verloren, auf seiner Seite hat er eine tolle Brandingleistung erbracht, denn jeder Nutzer hat den Veranstalter XY-Reisen mit seiner Werbebotschaft gesehen, aber Dank der nicht funktionierenden Technik auf der Seite des Veranstalters wurde er um seine Einnahmen gebracht.

Das Risiko Dritter zu übernehmen wird schnell zum eigenen Risiko…da wid die eigene Performance zum Riskio. Der lachende Dritte ist der Werbetreibende der für null Euro viel Leistung bezogen hat. Schöne neue Werbewelt.

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