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Alles kann, nichts muss: Frühstück im Lesecafé

frühstück im lesecafé in frankfurt sachsenhausen Ein Sonntag in Sachsenhausen kann auf verschiedene Art und Weise beginnen, eine der beliebtesten ist, zumindest bei Mainbubes, ein Frühstück im Lesecafé. Dieses immer noch mit einem leichten alternativen Touch versehene Café wird gerne einmal zum diskreten Lesen in der TAZ genutzt. Nirgendwo ist TAZ-Lesen, in Sachsenhausen, so unauffällig wie hier. Passend zum alternativen Charakter gibt es aktuell eine Bilderausstellung zum Thema „Als alles möglich schien – Paris/München Mai 1968„, Bilder aus den Revoltetagen des Mai 1968. Volkhard Brandes hat über diese Zeit ein Buch geschrieben und passend dazu zeigt das Lesecafé beeindruckende Bilder. Wer diese Tage nur in den aktuellen Aufbereitungen des deutschen Kinos miterleben kann, bilderausstellung im lesecafe mai 1969 volkhard brandes ist doch sehr überrascht über die Straßenkampfszenen aus Paris. Bilder die an das Bühnenbild von Les Miserables erinneren, eben nur 170 Jahre später. Eine Form der Gewalteskalation die für einen in den frühen siebziger Jahren Geborenen, wie mich, doch sehr befremdlich wirkt. Alleine wegen dieser Bilder hat sich die heutige Verabredung zum Frühstück, und wegen der Verabredung an sich natürlich (ein Gruß an die beiden Blogleser aus Bergen-Enkheim), gelohnt.

Nun in welchem Zusammenhang steht denn nun der Titel dieses Blogbeitrags zum Thema Lesecafé, wurde etwas geswingert? Nein! Der Titel ist eine Abwandlung des Ausstellungstitels „Als alles möglich schien“ und steht im Kontext zu einer Bemerkung die von einem Badmintonkollege scherzhaft verwendet wurde. Für die Studenten die damals auf die Straße gingen konnte alles passieren, es musste aber nicht. Und da ich nun einmal dafür bekannt bin, mit einem solchen Themenabgleiter um vordere Plätze bei Google zu kämpfen, konnte ich diesen Ausdruck aus der Swingerszene nicht einfach weglassen.

Ein Früstück im Lesecafé lohnt aber nicht nur wegen der TAZ, der ab und an stattfindenen Ausstellungen, auch das Frühstück ist es natürlich immer wieder wert, sich eine Poleposition am Sonntagmorgen um 10.00 Uhr an der Eingangstür zu sichern. Und auch für das Frühstück gilt – Alles kann, nichts muss – ,denn wer nur ein kleines Frühstück bestellt wird genauso nett behandelt wie ein Lesecafébesteller. Es muss also keine große Investition in ein Frühstück sein, es kann auch nur der kleine Kaffee mit einem Brötchen sein. Ein mehr als netter Zug des Teams vom Lesecafé.

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