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Adieu Deutscher Buchpreis

Adieu Deutscher Buchpreis, wenn es nach dem Willen von Daniel Kehlmann (Die Vermessung der Welt, sein bekanntestes Werk)geht, dann könnte dies bald passieren.

Der bekannte Autor schreibt heute in der Sonntagszeitung der F.A.Z. unter „Schön wär´s“ über das was passieren würde, wenn der Deutsche Buchpreis abgeschafft würde. Froh wäre er wohl, wenn es ihn nicht mehr geben würde, aber er erkennt selber, dies wird wohl nicht passieren.

Aber viel interessanter als die Glosse zum Buchpreis die auf der ersten Seite des Feuilleton veröffentlicht wurde, sind dann die beiden Anzeigen des Suhrkamp-Verlags. Dieser wirbt mit zwei Anzeigen á 5913,60 € (ohne Rabatte, Preisliste der Sonntagszeitung) für zwei seiner Autoren die auf der Shortlist des Buchpreis 2008 stehen. Da hat die Trennung von Anzeigenabteilung und Redaktion mal wieder ihre Existenz bewiesen, aber begeistert dürfte die Marketingabteilung bei Suhrkamp wohl kaum sein.

Schön ist auch noch die Tatsache, dass die F.A.Z.-Leser unter http://lesesaal.faz.net/deutscherbuchpreis/ auch noch fleißig über den Buchpreis mitdiskutieren dürfen. Wie schön, wenn ein Thema, welchem die Redaktion offenbar ein wenig kritisch gegenübersteht, dem Verlag auch noch Nutzer und Anzeigengelder einspielt. Die ideale Kombination aus redaktioneller Unabhängigkeit und wirtschaftlicher Notwendigkeit.

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