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Von Weinlastern und Schatzkammern

Wein ist eine überaus komplizierte Sache, denn es handelt sich wie kaum ein anderes Lebensmittel um ein echtes Genußmittel und damit um ein Stück Lebensqualität über das sich vortrefflich streiten lässt. Logischerweise am besten bei einem guten Schluck Wein.

weinlaster von blanchet Das Wein natürlich auch ein ganz normal vermarktbares Gut ist, habe ich gestern an zwei ganz hervorragenden Beispielen fest machen können.
Während ich gestern am frühen Samstagmorgen meinen Pflichten als Jäger nachging und versuchte in der Jagdgründen rund um den Lokalbahnhof ein paar Mammuts zu erlegen, meist mit Hilfe der gemeinen EC-Keule oder dem Masterpfeil unterstützt vom schnöden Bargeldmesser, bin ich bei einer Weinquelle die ich selten aufsuche auf den hier abgebildeten Weinlaster aufmerksam geworden. Früher kannte ich solche Marketinggags von Bierbrauern die dem geneigten Käufer von Hopfen & Malzgetränken gerne mal einen Bierlaster mit dem Aufdruck der Biermarke mit den auf den Weg gaben, später entwickelte sich der Laster in den Denkzentralen der Marketingabteilungen der Bierbrauer zu Gläsern, was auch irgendwie mehr Sinn ergab.

Nun einige Jahre später hat sich wohl jemand bei Blanchet gedacht: Laster! Tolle Idee!

Die Konsequenz: Die ganz netten Weine (wer Bowlenbeimischung brauch) wurden mit einem Laster behangen und nun können die Lastwagensammelfreaks also von Bierlastern auf Weinlaster umsteigen. Auch eine gewisse Form der Evolution.
Dies ist natürlich auch nur eine Marketingmaßnahme, aber Blanchet ist natürlich auch „nur“ ein Bediener des Massenmarktes und muss natürlich zu eher breit angelegten Maßnahmen greifen.

Anders kann da natürlich ein eher „kleines“ Weingut an seine Kunden herantreten. Das weltweite bekannte Weingut Robert Weil bat mir gestern dann am Nachmittag den Gegenentwurf einer Marketingmaßnahme. Eine Einladung für Kunden des in Kiedrich im Rheingau beheimateten Weinguts. Hier gab es statt Weinlaster aus Plastik echte Häppchen, logierweise zu wenige für die gierende Masse der Highclass-Lowbudget-„Nassauer“, und alle Weine des mehrfach prämierten Weinguts zum testen. In den Räumen der Vinothek und des Guthauses wurden die verschiedenen Weine den Kunden zur Verkostung und zum Kauf angeboten.

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