Markt & Wirtschaft

Performance ist fair?

In der W&V, einer Fachzeitschrift der Branche in der ich arbeiten darf, gab es neulich einen Artikel im dem das Abrechungsmodell der Performancebasis als fair dargestellt wurde.

Performanceabrechung? Dies bedeutet im Endeffekt der Betreiber einer Webseite bekommt nur Geld wenn eine bestimmte Aktion über seine Webseite initiiert wurde, also ein Click, ein Kauf, eine Registrierung oder die Anforderung von Infomaterial. Das ist so, wie wenn wir im Lokal nur noch zahlen würden wenn es geschmeckt hat. Und genau jetzt müssten eigentlich alle aufhorchen, denn Geschmack ist ja verschieden und auch nicht wirklich ehrlich feststellbar.

Performanceabrechung ist eine ganz schwierige Sache, denn wenn das beworbene Produkt nichts taugt, dann wird das Produktrisiko vom Hersteller auf den Werbeträger verlagert. Eine schöne Sache für den Hersteller, bzw. Anbieter, nicht schön für den Werbeträger. Er hat weder ein Mitspracherecht was das Produkt angeht noch hat er Einfluss auf die Prozesse die nach der Weiterleitung des Nutzers auf die Webseite des Anbieters erfolgen.

Was ist wenn die Prozesse auf einer Webseite nicht stimmen? Ein Abbruch in einem Prozess vorkommt? Nichts, der Kunde bricht ab, kommt wieder und der Werbeträger geht leer aus. Auch werden in den seltensten Fällen die Cookies lange genug mitgetrackt um der Webseite die den ersten Kontakt hergestellt hat auch ihren Anteil an einem evtl. –Geschäft– abzugeben.

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