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Gutes Essen – merkwürdige Scherze: Ein Mittagessen in der Orangerie in Darmstadt

Auf qype.com habe ich heute folgenden Beitrag zur Orangerie in Darmstadt veröffentlicht:

Eigentlich müsste es hier zwei Bewertungen geben. Eine für das wirklich sehr gute Essen und den schmackhaften Wein. Da würde ich locker zu vier bis fünf Punkten neigen. Die zweite Bewertung müsste es für den Service geben. Der hat wenig überzeugen können, wenn es auch nicht am handwerklichen Geschick lag, da hatten es die Kellner wirklich gut drauf, aber wir hatten als Gruppe mit acht Leuten an einem sonnigen Mittag ein Serviceerlebnis der besonderen Art.

Acht gut gelaunte und hungrige Menschen aus der Welt der Werbung und des Marketing möchten nett in Darmstadt essen gehen. Die Wahl fällt auf die Orangerie, ein Ort der dem Essensanlass würdig ist.

Wir kommen an und werden mit den Worten begrüsst “Es gibt hier keine Pizza und Lasagne!”. Wir schauen etwas verdutzt und erwidern dem Patrone wir wüssten wo wir gelandet sind.

Aufgrund des guten Wetters entscheiden wir uns für ein Plätzchen in der Sonne. Unser Tisch wird eingedeckt und wir bestellen einen Aperitif. Wenige Minuten später kommt der Besitzer und möchte wissen wie wir zahlen wollen. Meine Antwort lautet mit der EC-Karte oder der Kreditkarte, woraufhin ich zu hören bekomme “Kann ich einmal die Karte sehen?”. Uns entgleiten die Gesichtszüge, der Besitzer kontert mit der Antwort es handelt sich um einen Aprilscherz, bzw. er wolle auch sichergehen das es sich um keinen Aprilscherz handelt. Schlechter Witz, wir waren alle etwas verstimmt, wollten uns aber nicht die Laune verderben lassen.

Wir sahen alle nicht so aus, als ob wir direkt vom Bahnhofsklo gekommen sind, eher eine Gruppe gutaussehnder, immer fleißiger und trendiger Menschen aus der Werbung, was aber offensichtlich nicht in das Weltbild der Betreiber der Orangerie passte.

Von einem Spitzenlokal, welches die Orangerie vorgibt zu sein, hätte ich mir mehr Stil erwartet. Sicherlich kann ein Aprilscherz mit den Gästen gemacht wreden, die gute Laune der Gruppe hätte sicherlich nicht dagegen gesprochen, aber diese Form von Witz ist eher daneben und kann selbst von dem leckeren Essen und dem köstlichen Dessertwein “auf die Haus” nicht ablenken.

Fazit: Drei Sterne wegen des wirklich guten Essens, dem schönen Ambiente und dem handwerklich sauberen Service, aber dem schlechten Witzgeschmack und der offensichtlich fehlgesteuerten Wahrnehmung aufgrund von Kleidung der Gäste.

Beim Zahlvorgang konnte ich mich revanchieren: Er bekam meine Paybackkarte in die Hand gedrückt und ich ging zur Toilette und meinte er solle schon einmal die Punkte verrechnen und die Rechung klarmachen. April – April konnte ich dann sagen als er mich anschaute wie ein liegengebliebener Fiat!

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