Buch und eBook

HTML vs. selbstgemachte Tampons – Warum ich lieber Blumen blogge statt Feuchtgebiete

feuchtgebiete und blumen Womit fang ich an? Bloggen kann ja zu einer wirklich schweren Sache werden, wenn einem gleich mehrere Einträge durch den Kopf gehen. Ein Thema das immer geht ist der Blumengruss der Woche, diesen habe ich dann mit zwei Büchern verbunden: Die Feuchtgebiete und das Buch für welches JoJo die Zeichnungen gemacht hat.

Feuchtgebiete von Charlotte Roche ist das Skandalbuch dieser Tage, im letzten Playboy dachte ich noch „Toll, das beste an dieser Ausgabe ist das Charlotte Roche sich nicht ausgezogen hat und stattdessen ihr Buch vorgestellt hat“. Nun, diese Meinung will ich nicht komplett revidieren, aber vielleicht hätte sie statt ihr Buch vorzustellen sich doch ausziehen sollen?

Das Buch – Webseiten erstellen für Einsteiger – ist gegen Feuchtgebiete natürlich eher langweilig, dafür aber fundiert und lehrreich, mit den Zeichnungen von JoJo und den verständlich geschriebenen Texten von Daniel Mies sogar witzig und lehrreich. Bücher über HTML und CSS kommen natürlich in den Feuilletons von Spiegel, FAZ und Zeit nicht vor, dafür aber ein Buch über eine junge Frau die am Anus operiert wird und darüber sinniert wie schön es doch ist ihre Bakterien in einer Mullbindenbox zur Verteilung auszulegen.
Es ist Charlotte Roche gelungen einen Nerv unserer Zeit getroffen zu haben, eine neue Höchstleistung in Sachen Trashliteratur.

Frau Roche lässt ihre Heldin über ihre Masturbationsfantasien erzählen, da ist von selbstgebastelten Tampons die Rede und das eine Vagina nach Hüttenkäse schmecken kann und die Männer das klasse finden.

DuMont hatte den Mut dieses Buch zu verlegen, der erste Verlag „KiWi“ hat das Buch aus pornographischen Gründen abgelehnt. Dieses Buch ist alles, aber nicht pornographisch. Pornographische Literatur ist meist flach und auf niedrigem Niveau geschrieben, das ist Feuchtgebiete nicht und Feuchtgebiete erfüllt auch ein weiteres Kriterium pornographischer Literatur nicht: Es ist in keiner Weise für den einen Großteil der Menschheit stimulierend, weder in erotischer Hinsicht, noch in irgendeiner anderen Hinsicht.

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