Im Urlaub mit Nele Neuhaus – Taunusspannung im Griechensommer

Geschrieben von Mainbube am 31. August 2010 | Abgelegt unter Literatur, mal gut mal schlecht

Taunuskrimis? Wie ist denn da die Abgrenzung zum großen Mainhatten möglich, weil ohne die Großstadt vor der Tür würden im Hoch-/Maintaunus immer noch viele Leute von der traditionellen Landwirtschaft leben, anstatt ihre Äcker und Wälder den Immobilienmaklern verkauft zu haben und nun den Golfschläger zu schwingen oder zumindest in einem der Banktürme auf die Nahe Mittelgebirgsheimat zu blicken.

Nele Neuhaus hat dafür ein (Patent)-Rezept gefunden. Ihre Ermittler, ein Adliger und eine geschiedene Pferdefreundin, dürfen im Maintaunuskreis die Bösen jagen und ab und an einen Dienstausflug nach Frankfurt machen, und wenn es nur zum Flughafen ist. Der Charme des dörflichen Taunus bleibt gewahrt und die Nahe Großstadt verliert auch nicht ihren Reiz als böse Kapitale des Kapitals.

Alle vier Taunuskrimis habe ich mir ins Gepäck für Griechenland gelegt und nach nur sieben Tagen hatte ich ein Literaturproblem, denn die Krimis hatten mich gefesselt und mich zuviel Zeit in sie investieren lassen. Die teilweise in kalter Herbststimmung spielenden Kriminalgeschichten sorgten für eingebildete Abkühlung bei 35 Grad und Sonnenbrand (wegen Spannungsvergesslichkeit) auf dem Rücken.

Das Rezept der Krimis folgt ein wenig dem Konzept von Elizabeth George, auch hier gibt es mit Inspektor Lynley einen Adligen der eigentlich nicht wirklich bei der Polizei arbeiten muss, aber es einfach so gerne macht und eine Kollegin aus etwas einfacheren Verhältnissen, welche aber durch ihre Heirat dann doch etwas besser gestellt ist und ihrem Hobby den Pferden frönen kann (passt auch so schön in die Vortaunuslandschaft). Die Lynley-Havers-Kombination heißt bei Neuhaus von Bodenstein-Kirchhoff und wie bei Frau George besteht der Charme des Ermittlerduos aus der Mischung der unterschiedlichen und nicht so komplexen Charaktere. Interessante Lebensabschnittspartner sorgen für einen zweiten Spannungsbogen, welcher sich über alle vier Romane gekonnt hinwegzieht, ohne dabei so stark im Vordergrund zu stehen, dass dem Leser etwas fehlt, wenn er nicht einen der anderen Romane gelesen hat.
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Qype: Bürgeramt in Frankfurt am Main

Geschrieben von Mainbube am 31. August 2010 | Abgelegt unter Dies und Das

Frankfurt am MainDienstleistungenOeffentl. Dienstleistungen

Kaum fassbar, aber wahr: Schneller Service, nettes Personal und der Wille dem Bürger zu helfen. Was ich heute auf dem Bürgeramt erlebt habe, hat mich wirklich wahnsinnig positiv gestimmt. Kein langes Warten, dann eine schnelle und kompetente Auskunft (auch wenn sie nicht meinem Wunsch entsprach) und ein vernünftiger Vorschlga um mein Problem zu lösen.

Service am Bürger auf ganz hohem Niveau: Danke!

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Geldtransfusion statt Bluttransfusion, oder wie Verleger zu Vampiren werden….

Geschrieben von Mainbube am 31. August 2010 | Abgelegt unter Die wundersame Welt der Marktwirtschaft, Literatur, mal gut mal schlecht

Sie heißen Stephenie Meyer, Jeanne C. Stein & Tanya Carpenter und sie haben alle ihren Verlegern einen großen Gefallen getan, denn sie saugen den Lesern ihrer Bücher das Geld aus der Tasche, so wie die Vampire in ihren Büchern den Romanfiguren das Blut.

Vampirromane in den siebziger und achtziger Jahren ein Genre entweder für Groschenromane oder etwas für echte Gruselschocker auf der Leinwand, später wurde der Vampir erotisiert und Tom Cruise & Winona Ryder sorgten bei den Zuschauern auch für einen gewissen erotischen Kitzel.

Nun ist der Vampir eine weitere Figur in einem Märchenwald der Serienromanfiguren, er streift durch den Blätterwald und kommt mit einer weichgespülten Kleinmädchenversion des klassischen Vampirdramas daher. Früher sind es Hanni und Nanni gewesen und heute sollen es eben die Vampire richten.

Nach einem Kurzbesuch bei Hugendubel musste ich feststellen: Vampirismus geht richtig gut. Ganze Buchtische sind dick gefüllt mit den Erzählungen der verschiedensten Vampirphantasien.

Und dann kam der Vampirhammer: Die Radleys von Matt Haig

Auf dem Titelumschlag lese ich da:

Auf den ersten Blick wirken sie wie eine ganz normale Familie: Vater Peter ist Arzt, Mutter Helen kümmert sich um die beiden pubertierenden Kinder Clara und Rowan. Doch warum erstickt Peter fast am thailändischen Salat, warum nimmt jedes Tier vor Clara Reißaus und warum kann Rowan nachts nicht schlafen und hat trotz Lichtschutzfaktor 60 Probleme mit der Haut?

Das Geheimnis der Radleys ist so unfassbar wie offensichtlich: Sie sind abstinente Vampire!

Glücklicherweise klingelte in diesem Moment mein Mobiltelefon, sonst hätte ich einen wahnsinnigen Lachkrampf bekommen. Abstinente Vampire, was für eine verrückte Idee. Die zuständigen Lektoren bei Kiepenheuer & Witsch haben mit diesem Buch sicherlich eine grandiose Möglichkeit gefunden auf den Zug der Geldtransfusion aufzuspringen.

Ich glaube das nächste Fitzelchen wird sich mit griechischem Wein und Vampirismus beschäftigen……

Qype: AVENTURA CAR & MOTORBIKE RENTAL in Evdilos

Geschrieben von Mainbube am 30. August 2010 | Abgelegt unter Mit Meiers auf (Welt)reisen

EvdilosVerkehrsmittelKFZ & ZweiraederAutovermietungen

Ikaria ist sicherlich nicht die allergrösste der griechischen Inseln, aber auch keine auf der man schnell von a nach b zu Fuß geht, daher ist es schon ganz gut, wenn einem ein Auto oder ein Roller als Transportmittel zur Verfügung steht. Alleine schon wegen der Tatsache, dass es nur in Evdilios und Agios Kirykos Geldautomaten gibt.

Es gibt viele Anbieter auf der Insel, wer in Evdillos, Armenistis oder Gialiskari eine Unterkunft hat, der sollte bei Aventura buchen. Faire Preise, nette Leute und vernünftiges rollendes Material.

Wichtig! Vielleicht schon aus Deutschland reservieren, in der Hochsaison gibt es teilweise eine gewisse Knappheit an rollendem Material.

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Qype: The Butcher Shop in Athen

Geschrieben von Mainbube am 30. August 2010 | Abgelegt unter Kulinarisches, Mit Meiers auf (Welt)reisen

AthenEssen & TrinkenRestaurantsGriechisch

Wahnsinn, nach so vielen Tagen gab es in einem griechischen Lokal Fleisch am Stück, nicht klein geschnitten und auch nicht aufgespießt (ich mag alle genannten Varianten, aber irgendwann….)!

Nun gut, wir hatten bei unserem Abendspaziergang durch das Gaziviertel das Lokal bereits gesehen und haben es dann auch ausprobiert.

Hier wird Wert auf Fleisch gelegt & dies gibt es in vielen sehr ausreichenden Varianten. Egal ob Rind, Schwein oder Huhn, ob als Burger, als Gyros (wieder klein geschnitten) oder einfach am Stück; es wird hier jede Lust auf Fleisch gestillt.

Das Lokal hat einige Tische direkt an der Strasse, meiner Meinung nach die beste Variante um das Leben im Gaziviertel zu beobachten, dabei einen Wein, ein Bier (grosse internationale Auswahl – aber teuer Maisels Weisse 6,50 €) oder einen schönen Ouzo mit Eis zu genießen. Weitere Tische befinden sich im Lokal selber oder im Garten (recht schwül).

Die Karten (Wein & Speisen) sind einfach gehalten und so auch die gesamte Atmosphäre, nicht viel schnick-schnack, sondern Konzentration auf die vernünftigen Portionen auf dem Teller und eine gute Qualität.

Der Service ist etwas verwirrend, denn es geistern manchmal bis zu vier Kellner um einen herum, aber alle sind freundlich und nett. Leider gingen meine French Fries auf dem Weg zur Küche und zurück verloren, tauchten aber auf der Rechung wieder auf. Dieser kleine Fauxpas wurde aber sehr zuvorkommen gelöst und daher gibt es hier vier Punkte aus voller Überzeugung.

Die Toiletten sind noch hervorzuheben, denn ich habe schon viele WC-Einrichtungen in Griechenland gesehen, aber diese gehört definitiv zu den Besseren!

Am Samstag unbedingt reservieren, an den anderen Tagen nach 21.30 Uhr kann es ohne Reservierung auch knapp werden.

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Pizza gesucht!

Geschrieben von Mainbube am 30. August 2010 | Abgelegt unter Kulinarisches, Leben in Frankfurt am Main, Mit Meiers auf (Welt)reisen

Während wir so durch Athen laufen und uns langsam klar wird, dass uns bei der Ankunft in Frankfurt evtl. der Kälteschock treffen wird, denn hier sind es immer noch schöne 35 Grad und auf Ägina gestern hatte ich ein ganz starkes 50 Gradgefühl, bemerken wir einen gewissen Mangel an einer bestimmten Sorte von Lokalen.

Ich habe hier noch keine Pizzaria gesehen, es gibt wenige asiatische Lokale, etwas Fast Food, ganz viele Lokale mit lokaler Küche, aber keine Italiener.

Frau Mainbube und ich haben das Thema bei einem schönen kalten Mythosbier mal kurz durchdiskutiert. Wir sind nach reiflicher Überlegung dazu gekommen, dass die Griechen im Gegensatz zu den Frankfurtern einfach keine Lust auf italienische Küche haben, wenn dann vielleicht auf gehobene italienische Kochkunst aber nicht auf Pizza und Lasagne.

Während es in Frankfurt nur so vor Pizzerien wimmelt gibt es hier nix. Ist Euch schon einmal etwas ähnliches in anderen südländischen Städten aufgefallen? Oder bilde ich mir das jetzt nur nach 17 Tagen in der Sonne ein?

Qype: Mamacas in Athen

Geschrieben von Mainbube am 29. August 2010 | Abgelegt unter Dies und Das, Kulinarisches, Mit Meiers auf (Welt)reisen

AthenEssen & TrinkenRestaurantsGriechisch

Fine Hellenic Cuisine so steht es auf den Speisekarten und auf den Rechungen.

Auch im Merian Reiseführer wird das Restaurant als Ort für feine griechische Küche empfohlen.

Nach mehr als 14 Abendessen auf den griechischen Inseln in den letzten Tagen, haben meine Frau und ich das Experiment gewagt und wollten mal wissen wie dieses Restaurant im Mykonos-Stil so ist.

Kurzum: Es gibt eine wirklich tolle Weinkarte mit ausgesuchten Weinen griechischer Winzer, allerdings auch mit gesalzenen Preisen. Bis zu 60 € für einen guten Rotwein, oder Weißwein ist schon recht happig.

Die Speisen sind aus meiner Sicht zu teuer, Preis und Leistung sind hier eher entgegengesetzt unterwegs. Die Preise und der kleine Hyp um das Lokal sind sicherlich der Lage im jetzt trendigen Gazi Viertel geschuldet. Früher eher ein Ort an dem Damen ihre Dienste anboten, wird nun der der Athener mit “guter” Küche um sein Erspartes gebracht.

Wir hatten einige griechische Klassiker, die alle ordentlich zubereitet auf die Teller kamen, aber nicht besser gewesen sind als in mancher Inseltaverne.

Besser als in der Plaka ist es hier aber dennoch, denn es macht Spaß zwischen den ganzen Athenern zu sitzen und mit ihnen den Abend zu verbringen.

Wer Ausgehen möchte, mit einem Flair von hip und trendy, der wird hier seinen Spaß haben. Auch in den umliegenden Bars und Musiklokalen :-)

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Athenschock

Geschrieben von Mainbube am 28. August 2010 | Abgelegt unter Mit Meiers auf (Welt)reisen

20 Sekunden zu spät, so schätze ich es ein, habe ich zu spät realisiert, was der kleine Rempler auf der Rolltreppe der Metrostation Monestaraki zu bedeuten hatte, ein Taschendieb hatte sich meine Portemonnaie geschnappt. Noch ganz im Inselmodus hatte ich noch nicht wieder die normale Stadtwachsamkeit eingeschaltet und bin so Opfer meiner eigenen Leichtsinnigkeit geworden.

Gut, ein Dieb ist es um 120 Euro reicher und hat eine Bahncard mit meinem Bild in Besitz. Die Kreditkarten habe ich schnell sperren lassen, was auch wirklich schnell und recht unkompliziert ging.

In Athen werden jeden Tag Touristen und Einheimische bestohlen, wie wohl in jeder größeren Stadt auf der Welt. Den Athenern ist dies wahnsinnig peinlich, muss es aber aus meiner Sicht nicht wirklich sein, denn sowohl die Hauptstadtbewohner als auch alle anderen Griechen gehören nun wirklich zu der Kategorie der freundlichen Mitmenschen.

Schockiert hat mich aber dann am gestrigen Abend etwas ganz anderes, denn ich musste natürlich, aus versicherungstechnischen Gründen, den Diebstahl anzeigen. Also wurden wir zur nächsten Polizeistation gebracht. Ein Schock, die Polizeistation in der Nähe des Omoniaplatz ist wahrlich kein schöner Ort, aber auch nicht der zu dem wir gemusst hätten. Nach dem Schock über den Zustand der Polizeistation fuhren wir mit dem Taxi zur zuständigen Wache am Syntagmaplatz. Hier dann die zweite Überraschung, die Polizeiwache liegt in einer dunklen Seitengasse. Sowohl am Anfang der Gasse als auch am Ende sitzen Polizisten und bewachen die Straße in der ihre Wache liegt. Das schafft nicht wirklich Vertrauen.

Das Innere der Polizeistation ist dann ebenso düster und heruntergekommen wie die erste Wache auf der wir gewesen sind.

Der Aufzug kaputt, der Beamte am Eingang nimmt es mit Humor „It´s Greece…“ und schickt uns in den vierten Stock.

Jetzt sind wir endgültig desillusioniert, denn wir stehen zwischen dermaßen heruntergekommen Möbelstücken aus den frühen siebziger Jahren, dass wir es nicht wirklich glauben können. Drei Zivilbeamten begrüßen uns und unterbrechen offenbar ihr Verhöhr von einigen sehr dunklen Gestalten, die nur ca. 2 Meter von uns sitzen bleiben und sich meine Taschendiebstory anhören können. Sicherlich eine erheiternde Geschichte für die Herren aus der Unterwelt.
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Finanzmetropole Evdilos (Ikaria)

Geschrieben von Mainbube am 26. August 2010 | Abgelegt unter Die wundersame Welt der Marktwirtschaft, Mit Meiers auf (Welt)reisen

Bargeld ist fuer verwoehnte Metropolenbewohner (mit Metropole meine ich Frankfurt) irgendwie immer und ueberall am Geldautomaten verfuegbar, oder man zueckt die Karte und schon ist alles erledigt.

Nicht so auf Ikaria, hier gibt es eine ganz klare Bargeldregelung, nix Karte! Bargeld gibt es auch hier am Automaten, aber es gibt eben nicht so viele Automaten. In unserem beschaulichen Oertchen – Armenistis – gibt es zwar einen Rollerverleih (coole Teile), einen Baecker (grossartige Croissants), mehrere Tavernen (lecker Fisch) und ein Internetcafe (Satelit), aber keine Bank.

Banken gibt es in Evdilos und der Inselhauptstadt Agios Kyrikos (schlappe 60km ueber sieben Berge, bei den sieben Geldzwergen eben). Evdilos ist aber so wie Frankfurt nicht die Hauptstadt von Germania ist, nicht die Inselhauptstadt, aber die Finanzmetropole (so wie Mainhatten eben), denn hier gibt es zwei Geldautomaten!
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Canyon statt Strand

Geschrieben von Mainbube am 24. August 2010 | Abgelegt unter Mit Meiers auf (Welt)reisen

Ikaria hat neben einigen sehr schoenen Straenden auch im Inselinneren einiges zu bieten. Im Nordwesten der Insel liegt ein tiefer Canyon in dem sich der Fluss – Chalaris – seinen Weg zum Meer bahnt.

Mit dem Motorroller geht es ueber Christos Raches und Nas zu einem gut gepflegten Wanderweg, welcher einen in die Tiefe des Tals fuehrt. Dort auf dem Weg kommt man an einer Bruecke vorbei, dort geht es dann weiter den Flusslauf hinauf. Es gibt kleine Straende, tiefe Becken, Miniwasserfaelle und viele Tiere zu sehen. Froesche quacken rum und Suesswasserkrebse tummeln sich in den Ministauseen.

Ein aufregender und ungewoehnlicher Ausflug auf einer griechischen Insel, aber ein sehr lohnenswerter. Auf der Seite von Andy (ein Inselkenner) gibt es eine ausfuehrliche Beschreibung der Wanderwege und Touren ueber die Insel.

Flusskrebs

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